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 Betreff des Beitrags: Die Frau v. der Venus
BeitragVerfasst: 06.08.2009, 08:54 
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Hi

Also die Story will ich euch nicht vorenthalten zum weglachen urkomisch^^.

:star_wars_1:

Sie kommt angeblich von der Venus, will die Menschheit wachrütteln und
zur Liebe bekehren: Omnec Onec nennt sich die Frau vom anderen Stern, die
derzeit mit Vorträgen und Seminaren durch Deutschland und Holland tourt.

Der ältere Herr kann sich kaum beruhigen: "Da steht die einfach vor der
Tür und raucht, also, das geht nun wirklich nicht. Schon gar nicht, wenn
man von der Venus kommt." Andere Zuhörer, die sich zum Vortrag in Hamburg
eingefunden haben, sind erst einmal beeindruckt. Die Raucherin sieht aus
wie eine Fee, findet eine ältere Frau. Sie hat eine wunderbare
Ausstrahlung, findet eine andere.

Die Frau mit der wunderbaren Ausstrahlung nennt sich Omnec Onec, tourt
derzeit durch Deutschland und Holland und spricht auf Vorträgen und in
Seminaren von ihrer Mission. Sie behauptet, sie komme von der Venus, sei
den Menschen gesandt, um diese zu lehren, sich selbst zu erkennen, ihre
Seele und ihre Energie weiterzuentwickeln. Denn die Transformation der
Erde sei in vollem Gang, und jeder solle seinen Teil dazu beitragen.

"Die Geschichte der Menschheit begann, bevor diese Erde überhaupt
existierte", sagt die Frau von der Venus. "Die Menschen sind Emigranten
aus anderen Galaxien, sie kamen in kleinen Kolonien vom Jupiter, vom
Mars, vom Saturn, von der Venus." Die menschliche Rasse, so erfahren die
Zuhörer, gibt sich zwar ziemlich aufgeblasen, ist aber leider
hoffnungslos minderbemittelt, wenn es um spirituelles Wissen und
Erkenntnis geht. Sie bräuchten deshalb, erklärt die Frau vom anderen
Stern, dringend Informationen von höherentwickelten Wesen. Die Zuschauer
nicken ergeben. Das hatten sie schon befürchtet.

Die "Venusfrau" lächelt mit einer Mischung aus Nachsicht und Melancholie
in die Runde und erinnert mit ihren schräg geschminkten Katzenaugen, dem
frisch gefönten Pagenkopf und dem weißen Overall an die Damen, die in
"Raumschiff Enterprise" mit undurchdringlicher Miene Kaffee servieren
oder den Befehl zum Abheben geben.

Die Leute lauschen, einige wirken beseelt, andere eher unruhig. "Ja, wann
kommt es denn nu?" fragt ein älterer Mann ungeduldig. Er hat längst beide
Bücher von Omnec Onec gelesen* und ist entschlossen, sich auch die CD zu
kaufen, auf der ein angeblich echtes Raumschiff-Surren und eine geführte
Meditation zu hören sind.

Die sich anschließende Pause dient denn auch dem Verkauf von Büchern und
CDs,

* "Ich kam von der Venus". Myrddin-Verlag, Düsseldorf; 248 Seiten; 39,80
Mark. "Handbuch Venusischer Spiritualität". Omega-Verlag, Düsseldorf; 144
Seiten; 19,80 Mark.

draußen schneit es, und unauffällig schiebt sich ein Penner mit seinen
Tüten zwischen die Ufo-Gläubigen. Niemand beachtet ihn, die meisten
Erdlinge sind viel zu sehr damit beschäftigt, sich über die qualmende
Venusierin zu empören.

Omnec, die während ihrer Vorträge in Oldenburg bei Freunden lebt, ist
nach venusischer Sicht eine alte Seele, nämlich 250 Jahre alt, nach
Erdenjahren gerechnet ist sie gerade 50 geworden. Sie ist ziemlich gut in
Schuß, obwohl sie - man kann es nicht anders sagen - raucht wie ein
Schlot. Sie trinkt auch gern Wein und Bier, und wenn sie Hunger hat, ruft
sie den Pizzaservice an. Ja, die Raucherei, sagt sie und wedelt mit ihrer
Zigarette, das störe viele Leute, die glaubten, eine derart schlechte
Angewohnheit lasse sich kaum mit ihrem spirituellen Image vereinbaren.
Andere wiederum entlaste es. Was soll's, sie verurteile niemanden wegen
seiner guten oder schlechten Angewohnheiten, sagt sie. Außerdem sei nicht
die Zigarette schädlich, sondern lediglich der Glaube, Rauchen könne
Krebs auslösen - eine Aussage, der die Zigarettenindustrie sicher freudig
zustimmt.

Rauchen hin oder her - Omnec möchte keinesfalls als spiritueller Guru
gelten und heilig durch die Gegend wandeln. "Ich glaube nicht an
Überlegenheit. Der Umstand, daß ein Mensch mehr weiß als andere, macht
ihn um keinen Deut besser."

Hier "bei euch" auf der Erde jedoch, hat sie festgestellt, neigten die
Leute dazu, jemanden auf ein Podest zu heben, nur weil er von einem
anderen Stern komme. "Aber wir sind in Wahrheit alle gleich."

"Bei uns" und "bei euch" sind Begriffe, die sie häufig und mit großer
Selbstverständlichkeit benutzt. Auf der Venus geht es offenbar anders zu
als auf der Erde. Die Annahme, physisches Leben sei dort aufgrund der
großen Hitze nicht möglich, sei zwar richtig, sagt sie. Aber erstens,
fügt sie hinzu, gibt es eine Stadt namens Retz unter einer Klimakuppel,
und zum anderen schlagen sich die glücklichen Venusier überhaupt nicht
mehr herum mit einem schwerfälligen, pflegebedürftigen Körper.

Durch die Spiritualisierung des Bewußtseins, erklärt Omnec, waren sie
imstande, ihre Körper in eine höhere Schwingung zu versetzen, sie
wechselten von der physischen zur astralen Ebene. Dort ist man in der
beneidenswerten Lage, durch Gedankenkraft Dinge zu manifestieren: Häuser,
blühende Parkanlagen, wunderbare Städte und - besonders attraktiv - das
schönste Wetter lassen sich allein durch die Kraft der Vorstellung
erreichen.

Einen physischen Körper haben die Venusier also nicht mehr, deshalb
spielt sich auch das, was die Erdenbürger als Sex kennen und gern
betreiben, anders ab. Hier versagt die bescheidene menschliche
Vorstellungskraft, und letztlich geht es bei Omnecs Mission natürlich
auch um wesentlichere Fragen.

Nach ihren Schilderungen ist das Venus-Leben beneidenswert friedlich und
harmonisch: kein Streit, kein Gezänk, niemand mißbraucht seine Kräfte für
egoistische Zwecke. Einige dieser höherentwickelten Wesen wurden denn
auch auserwählt, um den Erdlingen ein wenig spirituellen
Nachhilfeunterricht zu geben, denn aus venusischer Sicht herrschen hier
unten ziemlich katastrophale Zustände.

Mit ruhiger Stimme und großer Gelassenheit erzählt Omnec ihre
unglaubliche Geschichte: Sie verbrachte ihre frühe Kindheit auf der Venus
und wurde als Siebenjährige auf die Erde gesandt, um den Platz einer
gewissen Sheila einzunehmen. Ja, das klingt alles ziemlich phantastisch,
gibt sie zu, und wenn jemand sie für irrsinnig hält, nimmt sie das auch
nicht übel. Der Mensch ist erstens verschieden, hat sie inzwischen
begriffen, und zweitens schickt es sich für ein venusisches Wesen nicht,
skeptische Zeitgenossen zu verurteilen.

Also: Der Transfer von der Venus auf den Planeten Erde erfolgte in einem
Raumschiff, das irgendwo im Himalaja landete, wo Omnec die erste Zeit in
einem Kloster verbrachte, um sich den irdischen Verhältnissen anzupassen
und so schlichte Gewohnheiten einzuüben wie essen, Zähne putzen, Schuhe
zubinden, spazierengehen.

Besagte Sheila, deren Rolle sie übernehmen sollte, lebte in den USA in
wenig glücklichen Familienverhältnissen, was die Venusier seit langem mit
Sorge beobachteten. Sheila sollte nun zu ihrer Großmutter mit dem Bus
fahren, um dort weiterhin aufzuwachsen. Der Bus verunglückte, Sheila kam
dabei ums Leben, ihre Leiche wurde nie gefunden, und so, sagt Omnec Onec,
"konnte ich ihren Platz einnehmen". Für die entsprechende äußerliche
Ähnlichkeit hatten die Venusier gesorgt, und so schöpften weder Sheilas
Großmutter noch ihre Eltern Verdacht, daß ihre Sheila in Wahrheit ein
Wesen vom anderen Stern war.

Hätte die Ankunft einer Venusierin auf der Erde nicht ein bißchen
spektakulärer ablaufen können? Wäre es nicht wirkungsvoller gewesen, wenn
das Ufo auf dem Roten Platz oder vor dem Weißen Haus gelandet wäre? Sie
lacht. Ein derartiger Auftritt hätte die Leute womöglich in Panik
versetzt. Wahrscheinlich, vermutet sie, hätte man sie einfach erschossen.
Sie und all die anderen, die in den letzten Jahren von Raumschiffen
abgesetzt wurden.

Denn sie ist keineswegs mutterseelenallein hienieden, sondern hat einige
Kollegen, die hier kurze Gastauftritte absolvieren. Sie helfen, so
schildert Omnec, Wissenschaftlern und Künstlern, arbeiten aber auch mit
spirituell ambitionierten Regierungsleuten zusammen, dann verabschieden
sie sich wieder. All diese Kontakte seien inoffiziell, erklärt sie, das
Wissen um andere Planeten und ihre Bewohner werde geheimgehalten. Warum?

Weil die Mächtigen bei euch, sagt sie, nicht wollten, "daß ihre Macht
untergraben wird und sie die Kontrolle verlieren". Weil das Weltbild der
Menschen nachhaltig erschüttert würde. Denn würde nicht eine Art von
Anarchie ausbrechen, wenn die Grundlagen unserer Zivilisationsgeschichte
nachhaltig durcheinandergerieten? Sie sei, erklärt sie, ausdrücklich
auserwählt worden, um länger auf der Erde zu verweilen und mit den Medien
zu arbeiten. In Amerika hält sie seit Jahren schon Vorträge und tritt
regelmäßig in Talkshows auf. Nächstes Jahr wird sie für eine Weile in
Kalifornien leben: Ein Hollywood-Regisseur will ihr ereignisreiches Leben
verfilmen, und damit auch alles seine Richtigkeit hat, soll sie am
Drehbuch mitwirken.

Der Film könnte ein Hit werden. Denn die Menschen haben eine ausgeprägte
Sehnsucht nach einem belebten Weltall. Jeder zweite Amerikaner glaubt an
Ufos, jeder dritte Deutsche ebenfalls, Millionen lieben Serien wie "Star
Trek", "Raumpatrouille Orion" oder den kleinen schrumpeligen "E. T.", der
unbedingt zurück nach Hause will. Omnec amüsierte sich sehr bei dem Film
"Meine Stiefmutter ist ein Alien", in dem die schöne Kim Basinger als
Außerirdische imstande war, Batterien aufzuessen. "So etwas kann ich
nicht", gesteht Omnec. Überhaupt sind ihre venusischen Fähigkeiten hier
auf der Erde arg zurückgegangen. Manchmal bleiben Uhren stehen, manchmal
kann sie Türen öffnen, die gerade jemand verschlossen hat, manchmal kann
sie einen Blick in Vergangenheit und Zukunft anderer Menschen tun. Aber
sonst?

Bis sie als spirituelle Lehrerin zu unterrichten begann, führte sie eine
ziemlich durchschnittliche amerikanische Existenz. Sie wuchs in Tennessee
als Sheila Gibson auf, verließ mit 14 Jahren die Schule, arbeitete mal
als Kellnerin, mal als Automechanikerin, mal als Modell. Sie heiratete
zweimal und ließ sich zweimal scheiden, ihre vier Kinder sind erwachsen
und tragen die ungewöhnliche Herkunft ihrer Mutter mit Fassung. Heute
lebt Omnec in Chicago, wenn sie nicht gerade in der Welt herumgondelt und
Vorträge hält.

Sie möchte die Seele der Menschen erreichen, und offenbar gelingt ihr
das. Wenn auch nicht bei allen. "Sie ist klug, keine Frage, aber doch
recht kühl, was ihre Aura angeht", sagt eine Frau. "Also, ich bin
enttäuscht, sehr enttäuscht. Die Frau hat keinerlei Ausstrahlung und
nichts zu sagen", ärgert sich ein schönes junges Mädchen und stapft durch
den Schnee davon. "Nichts zu sagen" ist sicher falsch. Nur neu ist die
Botschaft der Venusfrau nicht. Ufos hin, Ufos her, "Liebet einander"
heißt Omnecs eigentlicher Appell. Liebe alle Lebewesen und dich selbst.
Das hat schon mal jemand gepredigt, der damals ziemlich gefährlich lebte,
weil seine Worte unkonventionell und provokant klangen - er hat es durch
seinen Tod am Kreuz dann zu Weltruhm gebracht. Seine Botschaft ist bis
heute lebendig, zu Recht, denn "Liebe deinen Nächsten" ist nicht die
schlechteste Lebensmaxime, die man sich wählen kann.

Der Penner nimmt seine Tüten und schaut die Venusfrau versonnen an. Er
hat sicher den seltsamsten Vortrag seines Lebens gehört. Immerhin war es
warm, und die UfoGläubigen waren freundlich zu ihm. Und was will man
mehr, jetzt, wo es auf Weihnachten zugeht?

Und hier sieht man wieder wie leichtgläubig manche Menschen sind und intolerant. Bitte warum darf die gute Venusianerin nicht rauchen?
Esoterik kommt bald schon so rüber wie eine strenge spassbremsende Religion, "ihre Aura" ist so kühl^^ <---Mein Gott Sie ist halt cool eben ein Alien =)

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PS: Das war der 3000 Beitrag *jubel* *quitsch* hrhr

lg sliver

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Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal^^


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BeitragVerfasst: 09.08.2009, 22:59 
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:schild2: Diese O.O. hatt ich das erste mal in der Doku: Die Legende von Atlantis gesehen... also, die Silberperücke war schon sehr überzeugend ;)

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