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 Betreff des Beitrags: Der Dämon
BeitragVerfasst: 08.12.2009, 15:02 
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DÄMONEN, wahrscheinlich von griechisch daimon: Geist der Abgeschiedenen; Schicksal der Menschen in gutem und bösem Sinn

Abgeleitete Bezeichnung für einen Halbgott, Totengeist, guten oder bösen Geist. Die Vorstellungen von derartigen Mittelwesen zwischen Gott und Menschen finden sich sowohl in den einfachen Religionen der Naturvölker als auch in den sich entwickelnden Religionssystemen der hochzivilisierten Völker.

Im Gegensatz zu den Göttern fehlt den Dämonen die Individualität. Sie treten in Horden auf, aus denen ein Anführer hervorragen kann. Der Glauben an Dämonen entstand in einer Zeit, als man sich Naturdinge und menschliche Körper beseelt vorstellte. Es war nur ein kleiner Schritt, um dann auch an die Existenz von Naturgeistern zu glauben, die von Menschen Besitz ergreifen. Es handelt sich meistens um böse Geister, die Krankheiten und andere Übel verursachen sollen. Zu Dämonen konnten auch die Seelen von Verstorbenen werden, wenn sie nicht nach den religiösen Gebräuchen beerdigt worden waren.

Ein Glaube an Dämonen konnte auch entstehen, wenn ein siegreiches Volk die Götter eines unterlegenen Volkes degradierte und sie zu bösen Dämonen machte. Meistens wurden diesen Gottheiten alle negativen Eigenschaften beigelegt, von denen man die Götter der eigenen Religion freihalten wollte. Sehr gut lässt sich dieser Zusammenhang beobachten, als das Christentum die heidnischen Religionen in Europa überlagerte und die antiken, germanischen, keltischen u. a. Götter zu dämonischen Wesen herabsanken. Eine umfangreiche Einteilung der Dämonen lieferte der Psychologe und Völkerkundler Wilhelm Wundt. Er unterschied folgende Spukdämonen:

Gespenster;

Naturdämonen: Haus-, Erd-, Luft- und

Wassergeister, Einöd- und Bergdämonen;

Krankheits- und Wahnsinnsdämonen;

Vegetationsdämonen;

Schutzdämonen von Orten, Ständen und Berufen;

Himmelsdämonen: Wind-, Wetter-, Wolken-, Gewitter-, Feld- und Walddämonen.



Die Gestalt der Dämonen stellte man sich in der Frühzeit vorwiegend als Tier vor, dann später als Mischwesen, die halb Mensch, halb Tier waren. Trotz der weltweiten Verbreitung des Dämonenglaubens finden sich in einigen Kulturen mehr Belege für diese Mittelwesen zwischen den Göttern und den Menschen, als in anderen. Die frühesten Belege für Dämonenglauben in Europa und die ersten Ansätze zu einer Beschäftigung mit diesen Zwischenwesen stammen aus Griechenland. Die Griechen verstanden unter einem Dämonen einen Gott, dem aber ein Namen fehlte. Seine Persönlichkeit wurde durch die von ihm ausgehende Kraft ersetzt.

Der Philosoph Thales von Milet sprach von einer Welt, die von Dämonen erfüllt sei. Plato hält die Dämonen für Dolmetscher zwischen den Menschen und Göttern. Seine Nachfolger teilen diese Zwischenwesen in die unsichtbaren ätherischen Dämonen und Luftdämonen sowie die sichtbaren Wasser- und Dunstdämonen ein. Von den Göttern unterscheiden sie sich dadurch, dass sie zu Schmerz- und Lustempfindungen fähig sind. Aber es gibt auch böse Dämonen, die man sich als Totengeister oder böse Menschenseelen vorstellte. Als Wohnort der Dämonen wird der Bereich unterhalb des Mondes bis hin zur Erde angesehen. Ihre besonderen Aufgaben bestehen in Botendiensten, Weissagungen und der Überwachung der Gottesdienste. Eine umfangreiche Dämonologie entwickelten die Neuplatoniker, die das Wesen und die Stellung der Dämonen durch Rangordnungen strukturierten. Sie sind zwar körperlose, fast göttliche Wesen, aber sie können auch, um auf der Erde zu erscheinen, zeitweise einen Leib annehmen.

Selbst eine eigene Sprache wird ihnen zugesprochen. In der Spätantike vermischte sich der Dämonenglauben mit den Vorstellungen von den biblischen Engeln und Planetengeistern. Für die christlichen Theologen sind die Dämonen mit den antiken Göttern und den gefallenen Engel identisch. Das Bild, das man sich von ihnen machte, lässt sich so zusammenfassen: Da sie einen Körper haben, bedürfen sie der Nahrung, die sie sich aus dem Qualm der heidnischen Opfer einsaugen. Da ihr Körper erheblich dünner ist als der menschliche, dringen sie leicht in ihn ein. Ihre Bewegung ist von unglaublicher Schnelligkeit, so dass sie leicht zukünftige Dinge erkennen können. Als Anführer dieser Dämonenschar gilt Satan. Bevorzugtes Ziel für ihre Angriffe sind die Christen und ihre Kirche. Der mittelalterliche Dämonenglauben, ca. vom 13. Jahrhundert an mit den dämonologischen Vorstellungen der Kabbala bereichert, erreichte seine grösste Entfaltung während Hexenverfolgungen.

Die Hexenverfolger - sprich: Bodin, Binsfeld, Remy, Delrio, Guazzo, De Lancre, Sinistrari - beschrieben in ihren Werken ausführlich die Funktionen und die Wirksamkeit der D. und erstellten umfangreiche Hierarchien der Dämonen. Wichtige Quellen zur Kenntnis der mittelalterlichen Dämonen sind auch die zahlreichen Zauberbücher.

Quelle: Sphinx

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BeitragVerfasst: 08.12.2009, 18:33 
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Es gibt ungefähr so viele verschiedene Dämonenarten wie Menschen auf der Welt, im Internet gibt es eine Menge Lexika über die Arten wie etwa dieses hier:
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BeitragVerfasst: 09.12.2009, 09:04 
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Ich habe aufgrund masterchief' s Beitrag mal angefangen mal wieder in meinen Unterlagen zu wühlen *staub....,hust.....* um für euch die Hirachie der Teufel herraus zu suchen, welche nach dem Testament Salomonis vor ca. 100 bis 400 nach Chr. verfasst wurde und somit eines der frühesten Aufzählungen solcher Dämonen ist.
Hier wird geschildert, wie ein Engel Gottes dem Salomo einen Ring überbrachte, dem ihm Gewalt über alle Teufel verlieh, weil er sie damit zwingen konnte, ihm ihre wirklichen Namen zu nennen.

Unter den hier erwähnten bösen Geistern stehen der Oberteufel Beelzebub und Asmodeus,der Teufel der Lust, halb Geist und halb Mensch an erster Stelle
Die Teufelsnamen kommen aus dem Hebräischen, Grichischen, Ägyptischen, Assyrischen, Babylonischen und möglicherweise auch aus dem Persischen.
Ebenso wie in den später verfassten Grimorien sind auch hier die Funktionen der einzelnen Geister erwähnt:
der eine verbrennt die Ernte, ein anderer erwürgt Säuglinge, der nächste versenkt Schiffe.
Viele Teufel verursachen Krankheiten: einer Augenkrankheiten, ein zweiter Kopfschmerzen, ein dritter Fieber und ein vierter Mandelentzüngug.
Auch hier spielt die alte Vorstellung eine Rolle, jede Krankheit werde durch einen Dämon hervor gerufen oder sei selbst ein Dämon

Eine spätere Version des Testament Salomonis enthält eine andere Aufzählung von Teufeln.
Zu ihnen gehören Asmodeus, Aschtaroth und Mahomet. Die meisten Namen sind verstümmelt, verdreht und unbekannten Ursprungs.
Hier findet sich auch Begriff, der in den späteren Grimorien wiederkehrt. Jeder Teufel hat sein eigenes "Siegel" oder Zeichen, ein Magisches Symbol, das Macht über ihn hat, denn es ist das "Wahr" zeichen des Dämonen und ist gleichbedeutetnd mit seinem "wirklichen" Namen
Im Grimorium Verum und im Grand Grimoire sind die drei obersten Teufel Luzifer, Beelzebub und Aschtaroth. Vom Magier beschworen erscheint Luzifer als schöner Jüngling, Beelzebub als riesige Fliege und Aschtaroth als schwarz- weiß gescheckter Mensch
Auch die Unterteufel werden mit ihren jeweiligen Funktionen und Kennzeichen aufgeführt. Weitere Listen finden sich im Lemegeton und in der Schrift Pseudomonarchia Daeminum des Dämologen John Wier, eines Schülers und Freundes von Agrippa, der im 16 Jahrhundert gelebt hat. Wier stellt eine komplette höllische Hierarchie auf, dazu gehören;
anErster Stelle Beelzebub als Beherrscher der höllischen Regionen
Satan an Zweiter Stelle
Eurynomos als Fürst des Todes
Moloch der Fürst des Landes der Tränen
Pluto der Beherrscher des höllischen Feuers
Baalberith die Erzdämonin Proserpina
Aschtaroth
Adramelech
Negral
Baal als Befehlshaber der höllischen Legionen
Luzifer als Richter der Hölle
Chamos
Melchom
Behemont
Dagon
Asmodeus der Spielteufel und Herr der Spielhöllen
Antichrist der zum Hofnarren der Hölle abgesunken ist.
Einige Dämonen sind Gesandte der Hölle in gewissen Ländern:
Mammon in England
Belial in der Türkei
Rimmon in Russland
Tamuz in Spanien
Häufig erkennt man in den Teufeln die Götter anderer Völker wieder, das trifft auf viele der von Wier und im Lemegeton gennanten zu. Einige davon waren ursprünglich Götter bei den Nachbarvölkern, der Hebräer oder bei den Kanaanitern, deren Gebiet die Hebräer eroberten und besetzten. Im Alten Testament werden sie als Rivalen Jehovas mit Zorn und Verachtung gestraft und galten darum als diabolische Mächte. Beelzebub der Herr der Fliegen galt zur Zeit Christi bei den Juden als Oberteufel. Christus wurde beschuldigt, den Teufel mit Beelzebub "dem Obersten Teufel " auszutreiben. Urspünglich hieß er Baalzebub und war der Gott der Philisterstadt Ekron. Sehr zum Ärger des Propheten Elia ließ der Jüdische König Ahasja ihn als Orakel befragen[/color] der Name Beelzebub kann bedeuten: Herr der Fliegen oder : der Herr der Fliegen verscheucht.Es kann aber auch sein, das die Priester des Gottes aus dem Flug der Fliegen weissagten. Baal bedeutet Herr und viele Stammesgötter in Syrien und Palästina trugen diesen Namen. Der oberste Baal war der große Fruchtbakeitsgott der Kanaaniten und ihm zu Ehren wurden die Kinder geopfert und verbrannt..... und haben dem Baal Hoen gebaut, ihre Kinder zu verbrennen dem Baal zu Brandopfern. Man hat ihn mit den Sonnengottheiten Belenus und Belinus und mit dem keltischen Feuerfest Beltane in Verbindung gebracht, das am 1 Mai gefeiert wurde, aber diese Aufassung beruht auf einem etymologischen Irrtum.
Das Lemegeton sagt Baal erscheint mit dem Kopf einer Kröte oder einer Katze und hat eine rauhe Stimme. Er verleiht Weisheit und die Fähigkeit sich unsichtbar zu machen
Auch dem Moloch einem phönizisch- kanaatischen Gott, und dem Adramelech, dessen Kult wahrscheinlich von syrischen Kolonisten nach Samaria gebracht wurde, sind Kinder geopfert worden. Chemosch wurde von den Moabitern und Milkom von den Ammoniten verehrt. Dagon war ein mächtiger Gott der Phillister, und sie stellten den Triumpfbogen Jehovas in Dagons Tempel, als sie ihn den Israeliten geraubt hatten. Der Bogen vernichtete Dagon und schlug sein Standbild in Stücke Rimmon war ein syrischer Gott Naaman, der Aussätzige, verneigte sich im Tempel des Rimmon zu Damaskus Unter den vielen Teufeln, von denen die Ursulinerin Madeleine de Demandolx im Kloster Aix- en- Provence Anfang des 17 Jahrhunderts besessen war befanden sich Baalberith der Herr der Verträge, ein kanaaitischer Gott, der über die Gültigkeit der Vertäge und ihre Einhaltung wachte. Beelzebub, Aschtaroth und Asmodeus. Unter ihrem Einfluss hatte die Nonne Visionen, sang Liebeslieder, tanzte und wand sich in unzüchtigen Posen und erzählte Schauergeschichten über Sodomie und kanibalische Mahlzeiten bei Hexenversammlungen an denen sie teilgenommen und Kinderfleisch gegessen haben wollte.
In einem gegen sie angestrengten Prozess stellte sich heraus, daß ihr Beichtvater, Pater Gaufridi, sie verführt und verhext hatte. 1611 wurde sie dem Henker übergeben, gefoltert, erwürgt und verbrannt.
Aschtaroth war die grösste Göttin der Kanaaiter und Phönizier und entsprach der Babylonischen Göttin Ischtar. Zu ihren Ehren feierte man Sexualriten, die von den Propheten des Alten Testaments immer wieder angeprangert worden sind. Die Göttin wurde später zu einem männlichen Dämon, der als schöner Engel auftritt, aber einen übelriechenden Atem hat. Er unterrichtet der den ihn beschworen hat, in den Wissenschaften und enthüllt ihm Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges.
Der grausame Negral der Kriechende, war bei den Babylonien Herr der Unterwelt und entspricht Mars, dem Gott des Krieges, der Pest, der Überschwemmungen und Zerstörungen. Tammuz war ursprünglich ein sumerischer Hirtengott, dessen Kult von den Syriern und Phöniziern übernommen wurde.
Asmodeus, der Teufel der Lüsternheit, Sinnlichkeit und des Luxus, wird in der jüdischen Literatur häufig erwähnt und ist augenscheinlich von je her ein Teufel gewesen. Nach der Überlieferung hat er Hahnenfüsse, denn der Hahn ist das Sinnbild sexueller Potenz. Nach dem Buch Tobit hat Asmodeus die sieben Männer der Sahra getötet. Sein Name ist wahrscheinlich aus dem Persischen Aeschma Daeva abgeleitet. Und bedeutet der Unhold des verschwundenen Speers. Der Dämon der Leidenschaft, Eifersucht und des Zorns. Das hebräische Wort schamad - zerstören ist vielleicht daraus entstanden nach dem Lemegeton soll Asmodeus stets barhäuptig beschworen werden.
Beliar oder Belial der Wertlose ist der Dämon der Lüge. Auch er ist schon immer als böser Geist angesehen worden. Sein Name ist vielleicht eine Zusammenziehung der Hebräischen Worte beli ja'al ohne Wert. Eine Zeitlang betrachteten die Juden ihn als den Oberteufel, und in der Schrift, Der Krieg der Söhne des Lichts gegen die Söhne der Finsternis, die auf einer der am Toten Meer gefunden Schriftrollen aufgezeichnet ist, tritt er als Führer der bösen Kräfte auf. " Aber für die Verderbtheit hast du Belial gemacht, einen Engel der Feindschaft. Sein ganzes Reich liegt in der Finsternis, und seine Absicht ist es, Bosheit und Schuld hervorzubringen. Alle Geister die mit ihm Gemeinschafrt haben, sind die Engel der Vernichtung Er tritt als schöner Engel auf uns spricht mit heuchlerisch sanfter und angenehmer Stimme.
Mammon der Teufel der Habsucht war zunächst kein Gott, sondern ein Begriff. Der Name kommt aus dem Aramäischen und bedeutet Reichtum oder Gewinn. Der Begriff wurde zum Dämon, weil Jesus sagte: "Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon."
Pluto und Proserpina stammen aus Rom, Eurynomos aus Grichenland Pluto war der römische Herr der Unterwelt und Proserpina oder auch Persephone seine Königin.Eurynomos ist auf dem bekannten Gemälde in der knidischen Halle zu Delphi dargestellt, das den Abstieg des Odysseus in die Unterwelt zeigt. Gewöhnlich sitzt er auf einem Geier, ist halb schwarz und halb blau wie eine Schmeißfliege, zeigt grinsend seine Zähne und frisst Leichenfleisch. Das Lemegeton erwähnt noch zahllose andere Teufel.
Phönix ist ein glänzender Poet und Amon, ursprünglich ein ägyptischer Gott ist der Verborgene. Er tritt auch in Verbindung mit dem Sonnengott Ra als Amon-Ra auf und erscheint als Wolf mit einem Schlangenkopf, der Feuer speit.
Er verschafft den Männern die Liebe der Frauen und sagt die Zukunft voraus. Kimeries hat seinen Namen von den Kimeriern, einem Volk, das vono Homer weähnt wird und in einem dunklen Nebelland weit im Westen wohnte.Balam ist ein dreiköpfiger Teufel, der auf einen Bären reitet und einen Falken auf dem Handgelenk trägt. Er sagt die Zukunft voraus und ist wahrscheinlich identisch mit Balaam, einem habgierigen Zauberer aus dem Alten und Neuen Testament. Im Neuen Testament ist er ein Symbol für Götzendienst und sittliche Verderbtheit.
Die Vorstellung, dass Dämonen in grotesker und grauenerregender Gestalt erscheinen, ist sehr alt. Die Babylonier glaubten, böse Geister seien so häßlich, das sie fortlaufen, wenn man ihnen einen Spiegel vorhält. Sie hatten Hundeleiber, Adlerklauen , Löwenpranken. Skorpionsschwänze, Totenschädel anstelle von Köpfen, Ziegenhörner und Flügel. Die dämonischen Heuschrecken aus dem 9 Kapitel der Offenbarung Johannis "... sind gleich den Rossen, die zum Kriege bereitt sind, und auf ihrem Haupt wie Kronen, dem Golde gleich, und ihr Antlitz gleich der Menschen Antlitz und hatten Haare wie Weiberhaare, und ihre Zähne waren wie die der Löwen, und hatten Panzer wie eiserne Panzer, und das Rasseln ihrer Flügel wie das Rasseln an den Rädern vieler Wagen die in den Krieg laufen. Und hatten Schwänze gleich den Skorpionen und es waren Stacheln an ihren Schwänzen" (Ihr Anführer , der Engel des bodenlosen Abgrundes, der den hebräischen Namen Abadon, der Zerstörer trägt, heisst im Grichischen Apollyon)
Die Kirchenväter behaupteten, die Teufel erschienen in menschlicher Gestalt, aber auch als Löwen, Leoparden, Stiere, Bären, Pferde, Wölfe, Schlangen und Skorpione oder als Mischwesen.
In den Grimorien wird jeder einzelne Teufel genau beschrieben, damit der Magier weiß wen er da vor sich hat. Diese Beschreibungen erinnern an die planetarischen Talismane bei Ficino und Bruno und an die planetarischen Geister im Vierten Buch der Okkulten Philosophie. Sie sollten dem Magier wahrscheinlich helfen, sich auf die Gestalt des zu beschwörenden Geistes zu konzentrieren.
Nach kabbalistischer Vorstellung sind die bösen Mächte auf der linken Seite des Lebensbaumes entstanden und vor allem aus der Sefira Gebura hervorgegangen, die der Strenge und dem Zorn Gottes entspricht. Das Böse ist gewissermaßen aus dem in diese Sphäre überschäumenden göttlichen Zorn entstanden. Im Sohar und in späteren kabbalistischen Büchern heissen die bösen Geister oftchelipoth Sie sind die Abfallprodukte des Universums.
Im 13 Jahrhundert entwickelte sich die Vorstellung von den zehn bösen Sefiroth als Entsprechungen der zehn göttlichen Sefiroth. Sie werden von den Erzdämonen regiert, die unter der Oberherrschaft Sammaels, des grimmigen Engels des Gifts, stehen. MacGregor Mathers gibt die folgende Aufstellung:

1. Satan und Moloch
2. Beelzebub
3. Luzifuge
4. Aschtaroth
5. Asmodeus
6. Belphegor
7. Baal
8. Adrammelech
9. Lilith
10. Naama

Lilith und Naama sind nach jüdischer Überlieferung weibliche Dämonen, die neugeborene Kinder erwürgen, Männer im Schlaf verführen und ihnen dabei das Blut aussaugen. Der Ursprung Naamas ist unbekannt. Lilith ist wahrscheinlich die ägyptische Dämonin Lilitu, ein geflügletes Weib mit zerzausten Haaren. Der Name ist mit dem hebräischen Wort lajil Nacht verwechselt worden, und galt deshalb als haariges Nachtgespenst. Es gibt eine Erzählung, nach der Salomo zunächst vermutete, die Königin von Saba sei Lilith, weil sie behaarte Beine hatte. Wahrscheinlich ist sie das Grauen der Nacht aus dem 91 Psalm in dem es heißt "......das du nicht erschrecken müssest vor dem Grauen der Nacht." Sie war die legendäre erste Frau Adams, die Gott aus Schmutz und Schlamm erschaffen hatte. Aus der Vereinigung Adams mit ihr gingen Asmodeus und zahlreiche andere Dämonen hervor. Eva wurde erst später erschaffen. Diese Begebenheit findet sich nicht in der Bibel, wird aber angeblich durch 1. Mose 5,3 bestätigt. Dort steht: "..... und Adam war hundertdreißig Jahre alt und zeugte einen Sohn, der seinem Bilde ähnlich war...." Die Mutter war Eva. Man hat angenommen, Adam habe auch schon vorher Söhne gezeugt, nämlich die Dämonen, die seinem Bilde nicht ähnlich waren














Quelle: Schwarze Magie / Schikowski Verlag

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Wow^^. Ich muss sagen, da hast du dich selbst übertroffen!

Gerade über die Geschichte von Lilith. Habe ich gerade vor paar Monaten, im Sommer, etwas erfahren. Meine Mutter erzählte mir diese ganze Geschichte, konnte mir aber nur einen kleinen Teil einbregen. Es wäre echt toll mehr über diesen Namen zu erfahren.

glg master

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Ich werd mal in meinen Unterlagen wühlen, vielleicht habe ich da noch etwas.
könnte jedoch etwas dauern.
Daher bitte ich dich um etwas Geduld

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Natülich, warte ich. Bin echt schon gespannt darauf, in diese Geschichte weiter einzugehen.

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Ich hab in meinen Unterlagen leider nichts gefunden, aber ich war mal im Netz unterwegs, und hab hier ein paar Links über deinen Wunsch gefunden.

Lg
Silver


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Ich hoffe, es enthält für dich ein paar Informationen

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BeitragVerfasst: 18.12.2009, 20:04 
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Danke Silver *fest :knuddel:

Das ist wirklich mehr als ich erwartet habe. Ich danke dir dafür. Jetzt kann ich ungestört die ganze Story verarbeiten. Und wer weis, vielleicht kommt bei einigen Vergleichen mit meinen Daten, etwas babei neues heraus.

* :smilie_3:

lg master

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*lächel...., furchtbar verlegen werd...*


Ich kann auch gerne noch weitersuchen, doch in meinen Unterlagen hab ich leider nichts.
Sorry.

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