Wie ihr einige Tage nach der breiten Kritik weltweit an den US-Gesetzentwurfen
SOPA und PIPA mitbekommen hat,
wurde hinter verschlossenen Türen noch an was viel Größerem gebastelt über einige Monate hinweg unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Das Handelsabkommen
ACTA,
was sich eigentlich nicht so schlimm anhört auf den ersten Blick mit den Urheberrechten und dem Kampf gegen Produktpiraterie.
Dieses Video kennen sicherlich die meisten von euch, in dem im Kurzprogramm gezeigt wird, was so alles in ACTA geregelt ist
und welche Konsequenzen den Internetnutzern drohen.
Allerdings kann auch noch viel zum Video ergänzen, was so alles unter den Urheberrechtsschutz fällt,
dass AMVs (
Anime
Musik
Videos), neben dem Audio-Soundtrack auch durch die verwendeten Bild- oder Filmausschnitte gegen das Urheberrecht verstoßen.
So wie es auch Online-Spieler trifft die Videos mit oder ohne Musik ins Netz laden, indem sie ihre eigenen Rekorde zeigen, oder als Let´s play/Tut als Guide für Anfänger
die eine Einleitung brauchen um richtig durchstarten zu können, auch das verletzt das Urheberrecht allerdings sehen die viele Firmen nicht sonderlich eng.
Mahnschreiben etc. kostet mehr als es einbringt und es ist nebenbei eine kostenlose Werbung für den Anime/Spiel, der Audio-Track kann allerdings weiter für Ärger sorgen,
so das die Rechtebesitzer Youtube bieten die Audiospur zu deaktivieren oder mit einem Hinweis in der Info auch das Video unangetastet lassen ...
Abgesehen, dass sich manche Songtexte von Bands so entfremden, dass die Musik nicht besser wird, manche Songs auf den Alben greifen ineinander was auch gut so ist.
Neben Blogs und Beiträgen würde es auch Wikileaks an den Kragen gehen, da sie keinenfalls die Rechte an den zugeschickten Dokumenten haben ein Zufall. ;)
Neben Journalisten haben auch Forscher Rechte an ihrer Arbeit z.B. an den Namen von Tieren zu denen sie Berichte, Studien oder die Namen
(Forscher dürfen einer neuen Tierart einen lat. namen ihrer Wahl verpassen, wo sie so mancher Forscher verewigt hat) angefertigt haben.
Wer nun nun den Infotext zum oberen Video gelesen hat, merkt das der Synchronsprecher des Videos auch der Mann ist,
der hier im Interview seine Ansichten offenbart und als
Musiker doch nochmal mehr Ahnung hat als wir User, aber zu uns steht. =)
Auszüge vom Artikel der
sueddeutsche.deSüddeutsche.de: Sie haben das Anonymous-Video zum ACTA-Protest synchronisiert. Wie kamen Sie auf die Idee?
Quote:
Bruno Kramm: Ich habe mich gefragt, warum in Deutschland auch in den Medien wenig über ACTA informiert und diskutiert wird, warum so wenige Menschen über das Anti-Piraterie-Abkommen Bescheid wissen, das im Gegensatz zu den US-amerikanischen Varianten SOPA und PIPA (Stop Online Piracy Act und Protect IP Act; Anm. d. Red.) weltweit in Kraft treten soll. Da habe ich mir das Anonymous-Video genommen, es synchronisiert und es wieder bei Youtube hochgeladen. Mittlerweile hat es über 500.000 Aufrufe. Der Informationsbedarf war also da, wie die enorme Resonanz zeigt. Ich bekomme viel Zuspruch dafür, aber natürlich auch Kritik.
Süddeutsche.de: Sie sind selbst Musiker und haben ein kleines Plattenlabel. Genau so jemand wie Sie soll doch von einem verschärften Urheberrecht profitieren.
Quote:
Bruno Kramm: Gerade eben nicht. Die Musiker, die das behaupten, haben sich von der Musikindustrie instrumentalisieren lassen. Für junge Künstler war es zu jeder Zeit schwer, Fuß zu fassen und Geld zu verdienen, wie bei mir in den achtziger Jahren und da gab es noch nicht das "böse" Internet. Dafür gab es das Industriemonopol der Vertriebswege. Und der kleine Urheber profitiert doch auch heute nur eingeschränkt von den Urheberrechtsverwertungsgesellschaften wie der Gema. So haben wir von Das Ich für eine Tournee im Jahr 2000 ganze 97 Mark von der Gema bekommen. Große Rechteinhaber wie Dieter Bohlen oder Ralph Siegel profitieren vom Verteilungsschlüssel der Gema, weil der davon ausgeht, dass kleine Bands und Hobbymusiker vor allem Coversongs spielen und deshalb die großen Inhaber von Standardwerken höhere Zulagen erhalten. Eine kleine Band spielt heute aber größtenteils eigenes Repertoire. Die Gelder hierfür landen aber nicht bei ihnen.
Süddeutsche.de: Illegale Downloads sind kein Problem für Sie?
Quote:
Bruno Kramm: Nein, für mich als Musiker überhaupt nicht. Problematisch finde ich nur, wenn Ganoven wie Kim Schmitz sich daran bereichern. Das Internet hat einfach vieles verändert. Musik ist inzwischen ein inflationär vorhandenes Gut und damit verliert ein einzelner Song auch an Wert. Es ist doch gar nicht erwiesen, das jeder der illegal Songs erwirbt, diese normalerweise gekauft hätte. Und von geistigem Diebstahl zu sprechen, verkennt die Tatsache, das niemandem etwas entwendet wird. Dem gegenüber steht das demokratische und unermessliche Promotioninstrument Internet.
Quote:
Kramm: Es ist doch einfach so, dass heutzutage ein Künstler diese ganze Verwertermaschinerie der Musikindustrie nicht mehr braucht. Er kann sein eigener Produzent und sein eigener Vermarkter sein. Zugespitzt kann man sagen, das Musikstudio ist der PC und mit guten viralen Ideen kann man sehr wohl selbst Erfolg haben. So hat ein Video einer der Bands meines Labels bei Youtube inzwischen vier Millionen Aufrufe.
Süddeutsche.de: Aber damit hat die Band noch keinen Cent verdient.
Bruno Kramm: Nein, aber sie hat an Popularität gewonnen und es kommen dann deutlich mehr Menschen zu den Konzerten. Und dort werden nach wie vor viele CDs und anderer Merchandise verkauft. Der Mensch ist einfach ein Jäger und Sammler, der die Musik eines Künstlers auch physisch besitzen will. Wenn er mit der Band in eine Beziehung getreten ist, und das tut er auf Konzerten, will er auch Memorabilia.
Kleine Ergänzung, wer der Meinung ist, dass Bruno Kramm keine Ahnung hat, lasst den Namen Justin Bieber mal kurz durch euer Gehirn flattern,
die Musik von ihn muss euch wie mir nicht gefallen, aber wie wurde er berühmt !? -
Durch das Internet.wikipedia.de wrote:
Justin Bieber begann seine Karriere mit selbst erstellten Videos auf YouTube, wo er von seinem späteren Manager Scooter Braun entdeckt wurde.
Neben den Petitionen:
Code:
http://www.stopp-acta.info
http://www.avaaz.org/de/eu_save_the_internet_spread/
Neben den Petitionen sind auch für morgen, den 11. Februar auch Demonstrationen gegen ACTA geplant in ganz Deutschland in den größeren Städten Uhrzeit,
Treffpunkt entnehmt ihr folgenden Link.
Code:
http://www.facebook.com/events/182716005161256/
Sollte die Demonstration das deutsche Parlament nicht aufwecken, gibt es noch zwei Optionen die ACTA kippen können,
eine offizielle Online-Petition beim Bundestag die mehr 150 000 Unterschriften benötigt, setzt allerdings eine kurze Registrierung voraus wie bei einem Browsergame
kostenlos natürlich
und die andere Instanz die es kippen kann ist das Bundesverfassungsgericht, wenn tatsächlich laut deren Meinung die Freiheit gefährdet wird.
lg Predkrieger
Warum macht Deutschland bei dem Mist eigentlich mit !? Wir haben keine riesige Film- und Musikindustrie und gegen Produktpiraterie hilft´s nur, wenn China unterzeichnet,
die sind aber auch nicht blöd.^^