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 Betreff des Beitrags: Die Machno-Bewegung
BeitragVerfasst: 11.05.2012, 08:29 
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Wollt ich hier mal kurz vorstellen weil ich das sehr Interessant finde.
Zitat:
Die Machnowschtschina oder Machno-Bewegung (russisch Махновщина; wiss. Transliteration Machnovščina) war eine anarchistische Bauern- und Partisanenbewegung, die zwischen 1917 und 1922 während des russischen Bürgerkrieges in der Ukraine aktiv war. Mit dem Ziel der Selbstbestimmung der Bauern und Arbeiter versuchte sie in großen Teilen des Landes anarchistische Gesellschaftsstrukturen zu verwirklichen.
Benannt ist die Machnowschtschina nach ihrem Initiator und Anführer, dem von den Ideen Michail Bakunins und Peter Kropotkins beeinflussten Aktivisten Nestor Machno.


Man könnte das sogar als gelungenen Versuch bezeichnen einen "Anarchosyndikalistischen Staat" (Staat trifft wohl in zusammenhang aauf Anarchosyndikalistisch nicht so ganz zu) zu schaffen.
Bemerkenswerterweise konnte die Machno-Bewegung nämlich eine Konstrukt etablieren, welches sich um die Einwohner kümmerte und zugleich einen überschuß an Waren produzierte und dies gänzlich ohne "Berufspolitiker".

Zitat:
Die Machnowschtschina vertrieb den von den Mittelmächten eingesetzten Hetman Pawlo Skoropadskyj, machte die bürgerlich-liberale Regierung unter Symon Petljura bedeutungslos, enteignete die Großgrundbesitzer und Industriellen und organisierte die befreiten Gebiete, den so genannten "Freien Rayon" nach anarchistischem Muster in einem Netzwerk selbstverwalteter Kommunen, in denen ein Rätesystem aufgebaut wurde.
Die Kommunen und die verschiedenen Räte waren neben der Versorgung und Verteilung der Güter unter der Bevölkerung auch zuständig für alle anderen Politikbereiche wie etwa Transport, Industrie, Kriegführung oder Kultur. Unter anderem gehörte dazu auch der Aufbau von Schulen, eine Alphabetisierungskampagne und politische Aufklärung der Bauern und Partisanen.


Man sagt das die Machno-Bewegung zu ihrer Blüte eine unglaubliche überproduktion an Lebensmitteln vorzuweisen hatten die sie dann auch durchaus Gewinnbringend exportierten.

Zitat:
Über vier Jahre konnte sich die Machno-Bewegung halten. Das befreite Volk blühte auf. Es seien nur einige Verbesserungen genannt: Arbeiter und Bauern organisierten und koordinierten die Produktion selbst, die Gefängnisse wurden öffentlich gesprengt, es bestand keine Wehrpflicht, es wurde lediglich zum Kampfe aufgerufen; das neue Schulsystem wurde im Sinne der freiheitlichen Erziehung aufgebaut und von den Arbeitern und Bauern direkt mitgetragen. Die zaristischen Schulbücher wurden durch revolutionäre ersetzt, das Volkstheater lebte wieder auf...


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Stellt sich mir die Frage warum wir noch Berufspolitiker haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Machno-Bewegung
BeitragVerfasst: 11.05.2012, 13:52 
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Mmh schlußendlich wurden die erst freien Bauern in der Sowjetunion nachträglich zu Zwangsabgaben verdonnert. Auch hier gilt wieder, wenn Leistung gerecht entlohnt wird, können Menschen sehr produktiv sein. Tragisch wie eine großartige Idee in der Praxis durch Willkür und Unfähigkeit ins gegenteil gekehrt wurde.

Tja es gab Zeiten da waren Politiker hoch angesehen, Kreisky oder Adenauer, allesamt mit Herz und Seele dabei, unbestechlich, intelligent und ein offenes Ohr für die Bevölkerung.
Heutzutage sind solche Talente in der freien Wirtschaft und die letzte Garnitur wird halt Politiker. :sad:

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Machno-Bewegung
BeitragVerfasst: 11.05.2012, 14:26 
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General Leberwurst
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Victoria hat geschrieben:
Mmh schlußendlich wurden die erst freien Bauern in der Sowjetunion nachträglich zu Zwangsabgaben verdonnert. Auch hier gilt wieder, wenn Leistung gerecht entlohnt wird, können Menschen sehr produktiv sein. Tragisch wie eine großartige Idee in der Praxis durch Willkür und Unfähigkeit ins gegenteil gekehrt wurde.
Gerechtigkeit wird überbewertet. Die Idee von "Gerechtigkeit" hat hierzulande zu Phänomenen wie Hartz IV geführt ("Wer nicht arbeitet, muss zwar nicht sterben, denn wir sind schon sozial - aber es ist nur gerecht, wenn er dann auch kein leichtes Leben auf der faulen Haut hat."), und Leistung lässt sich auch nur noch schwer ermitteln - wenn ich eine geniale Methode zur Effizienzsteigerung finde, z.B. durch Automatisierung, wie ist das dann anzurechnen? Wessen Leistung ist das? Meine? Die desjenigen, der diese Methode danach benutzt, um mit geringerem Arbeitseinsatz mehr zu produzieren? Was, wenn derjenige selbst überflüssig wird durch die Optimierungsmaßnahme? Was, wenn wir von einem Beruf reden, wo sich Leistung per se schlecht bewerten lässt (z.B. in Sozialeinrichtungen)?
Bei Bauern ist das tatsächlich noch vergleichsweise einfach, aber selbst da: Leistung wird gemessen an was, an der Ausbringungnsmenge? Was kann Bauer X dafür, daß sein Boden karger ist als der von Bauer Y? Was kann Bauer Z für die Überschwemmung, die seine Ernte vernichtet hat? In einer gerechten Welt, was können da die anderen für die Misere dieser Leute, warum sollten die das tragen? Die Welt ist nicht gerecht, und darum kommen wir mit Gerechtigkeit ihren Problemen nicht bei. Wir müssen sozial handeln.

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Wenn ich schon der Affe bin, dann will ich der Affe sein, der dem Engel auf's Maul haut.


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