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 Betreff des Beitrags: Balu's Lektorate ...
BeitragVerfasst: 20.03.2011, 20:11 
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Wie einige von Euch wissen, bin ich regelmäßig Lektor in meiner benachbarten evangelisch methodistischen Kirchengemeinde.

Lektor bedeutet, ich lese einen alttestamentlichen und einen neutestamentlichen Text aus der Bibel vor.
Diese Texte stehen meistens vorher fest, bzw. stehen (als Textstelle) im s.g. Losungsbuch. Dort wird, wie in einem Kalender, für jeden Tag des Jahres eine Bibeltextstelle vorgeschlagen; und für den Sonntag besagte Lesungen und der Predigttext.
Nach jeder Lesung singen wir ein Lied (das ich vorher ansage, aber nicht aussuche) und anschließend halte ich noch ein Gebet. Das sollte i.d.R. ein Dankgebet sein, denn das sog. 'Führbittgebet' kommt nach der Predigt. Aber ich halte mich da nicht immer dran sondern mach das ganze davon abhängig, was mich vorher (beim vorformulieren des Gebetes) bewegt hat. Meist schreibe ich das Gebet am Abend davor auf. Vorher fällt mir eh nix vernünftiges ein.

Soviel vorweg -

Ich poste hier mal die von mir geschriebenen Gebete; aber auch ab und zu die Lesungstexte, sofern ich mich von ihnen beim Gebet habe inspirieren lassen oder sie mich aufgrund ihrer Aktualität besonders faszinieren ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Balu's Lektorate ...
BeitragVerfasst: 20.03.2011, 20:12 
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Zu meinem heutigen Lektorat:

Ich möchte heute den ersten Lesungstext (aus dem alten Testament) in den Vordergrund stellen - den 10. Psalm ...

Der 10. Psalm - in der Übersetzung der Guten Nachricht:


<<Warum greift Gott nicht ein?>>

Warum bist du so weit weg, HERR? Warum verbirgst du dich vor uns? Wir sind vor Elend am Ende!

Schamlose Schurken stellen den Armen nach und fangen sie in heimtückischen Fallen.

Sie geben auch noch damit an, dass sie so unersättlich sind.
Nichts zählt bei ihnen, nur ihr Gewinn.
Sie danken dir nicht, Gott, sie lästern dich nur!

In ihrem Größenwahn reden sie sich ein:
»Wie sollte Gott uns zur Rechenschaft ziehen?
Wo er doch gar nicht existiert!«
Weiter reicht ihr vermessenes Denken nicht.

Sie tun, was sie wollen, und alles gelingt.
Ob du sie verurteilst, berührt sie nicht; - du bist ja so fern dort oben!

Sie lachen spöttisch über jeden Gegner.
»Was soll uns erschüttern?«, sagen sie.
»An uns geht jedes Unglück vorüber;
so war es immer, so bleibt es auch!«

Sie fluchen, sie lügen und drohen,
was sie reden, bringt Verderben und Unheil.
Im Hinterhalt liegen sie nah bei den Dörfern,
warten auf Leute, die nichts Böses ahnen,
heimlich ermorden sie schuldlose Menschen.
Sie liegen und lauern wie Löwen im Dickicht,
sie spähen nach hilflosen Opfern aus
und fangen sie ein mit ihren Netzen.
Sie ducken sich, werfen sich auf die Armen
und stoßen sie nieder mit roher Gewalt.

Bei alledem sagen diese Verbrecher:
»Gott fragt nicht danach, er sieht niemals her,
er will von uns gar nichts wissen.«

Steh auf, HERR! Greif doch ein, Gott!
Vergiss nicht die Schwachen, nimm sie in Schutz!
Lass nicht zu, dass die Schurken dich missachten!

Warum dürfen sie sagen:
»Er straft uns ja nicht«?

Aber du bist nicht blind!
Du siehst all das Leiden und Unheil und du kannst helfen.
Darum kommen die Schwachen und Waisen zu dir
und vertrauen dir ihre Sache an.

Zerschlage die Macht der Unheilstifter,
rechne mit ihnen ab,
mach dem Verbrechen ein Ende!

Du, HERR, bist König für immer und ewig.
Die Fremden, die nichts von dir wissen wollen,
müssen aus deinem Land verschwinden.

Du nimmst die Bitten der Armen an,
du hörst ihr Rufen, HERR,
du machst ihnen Mut.

Den Waisen und Unterdrückten verschaffst du Recht
und lässt keinen Menschen mehr Schrecken verbreiten auf der Erde.

Amen.


Ich finde, dieser Psalm hat auch heute die gleiche Aktualität wie vor bald 3.000 Jahren - vor allem, wenn man an Libyen und die anderen arabischen Länder im Auf- und Umbruch denkt.

Hier mein Gebet vom heutigen Sonntag (zum Thema Japan) :


Lieber Gott, himmlischer Vater …

Das Unglück Japans macht uns sprachlos – und hilflos. Die Natur .. das Schicksal zeigt uns; wie klein, wie unbedeutend und wie hilflos wir Menschen sind.

Im Angesicht der Tausende von trauernden, hungernden, frierenden und hilflosen Japanern, die noch wenige Minuten vor dem Erdbeben im absoluten Wohlstand, Sicherheit und Überfluss – wie wir – lebten, wird uns unsere eigene Nichtigkeit deutlich.

Auch mir fehlen schlichtweg die Worte, um meine Anteilnahme, mein Mitgefühl mit den tausenden Opfern richtig auszudrücken.

Darum möchte ich mit Euch im Stillen unsere Angst und unsere Ohnmacht vor Gott bringen und Ihm im Stillen unsere Gedanken und Segenswünsche für die Opfer zu senden …






Ich danke Euch für Eure Anteilnahme …

... Amen.


Der neutestamentliche Lesungstext aus dem Brief des Paulus an die Römer im 5. Kapitel, die Verse 1 bis 11; hat sich mir jedoch heute überhaupt nicht erschlossen.
Hier trotzdem der Text:


<<Gottes Liebe als Grund unserer Hoffnung>>

Nachdem wir nun aufgrund des Glaubens bei Gott angenommen sind, haben wir Frieden mit Gott. Das verdanken wir Jesus Christus, unserem Herrn.
Er öffnete uns den Weg des Vertrauens und damit den Zugang zur Gnade Gottes, in der wir jetzt festen Stand gewonnen haben. Nun haben wir Grund, uns zu rühmen, weil wir die gewisse Hoffnung haben, dass Gott uns an seiner Herrlichkeit teilnehmen lässt.
Mehr noch: Wir rühmen uns sogar der Leiden, die wir für Christus auf uns nehmen müssen. Denn wir wissen: Durch Leiden lernen wir Geduld, durch Geduld kommt es zur Bewährung, durch Bewährung festigt sich die Hoffnung.
Unsere Hoffnung aber wird uns nicht enttäuschen. Denn dass Gott uns liebt, .. ist uns unumstößlich gewiss. Seine Liebe ist ja in unsere Herzen ausgegossen durch den Heiligen Geist, den er uns geschenkt hat.
Diese Liebe zeigt sich darin, dass Christus sein Leben für uns hingegeben hat.
Zur rechten Zeit, als wir noch in der Gewalt der Sünde waren, ist er für uns gottlose Menschen gestorben. Nun wird sich kaum jemand finden, der für einen Gerechten stirbt; allenfalls opfert sich jemand für einen Wohltäter.
Wie sehr Gott uns liebt, beweist er uns damit, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren.
Wenn wir aber jetzt bei Gott angenommen sind, weil Christus sein Leben für uns gab, dann werden wir durch ihn erst recht aus dem kommenden Strafgericht gerettet werden.
Als wir Gott noch als Feinde gegenüberstanden, hat er uns durch den Tod seines Sohnes mit sich versöhnt. Dann werden wir als mit Gott Versöhnte nun erst recht durch das Leben seines Sohnes vor dem Verderben gerettet werden.
Darauf hoffen wir – ja noch mehr: Wir rühmen uns damit, dass wir Gott auf unserer Seite haben. Das verdanken wir Jesus Christus, unserem Herrn, der uns die Versöhnung mit Gott gebracht hat.

Amen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Balu's Lektorate ...
BeitragVerfasst: 15.05.2011, 00:32 
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Hier mein Gebet zu meinem heutigen Lektorat :

Lieber Gott, himmlischer Vater …

Wir danken Dir für die schönen Tage, die wir hatten und haben …
Wir danken Dir für die Freude des Lebens, die wir jeden Tag spüren dürfen …
Wir danken Dir für Deine Liebe und Dein Versprechen, immer und überall bei uns zu sein …
Wir danken Dir für die Vergebung all unserer kleinen und größeren Sünden …
Und wir danken Dir für die Gewissheit der Auferstehung und Dein Versprechen des ewigen Lebens …
Dein Sohn ist zu uns gekommen, uns von allen unseren Sünden zu befreien und unsere Schuld von uns zu nehmen …
Herr, Jesus, Du hast uns den Weg der Auferstehung gezeigt und uns damit die Angst vor dem Tod genommen …
Wir glauben und vertrauen Dir und allen Deinen Worten und Taten und danken Dir für die Vermittlung des neuen Bundes mit Deinem Vater …
Wir sind so reich mit allem beschenkt und danken dafür und versprechen, in Deinem Sinne und Deinem Namen alles was wir haben und können an unsere Nächsten und an die Geringsten hinzugeben ..
Jesus .. lass uns Dir vertrauen, glauben und folgen … jetzt und hier und sofort …

… Amen


Und hier die Lesungstexte des heutigen Sonntags

1. die alttestamentliche Lesung : der 103. Psalm .. :


Auf, mein Herz, preise den HERRN!
Alles in mir soll den heiligen Gott rühmen!
Auf, mein Herz, preise den HERRN
und vergiss nie, was er für mich getan hat!
Meine ganze Schuld hat er mir vergeben,
von aller Krankheit hat er mich geheilt,
dem Grab hat er mich entrissen,
hat mich mit Güte und Erbarmen überschüttet.
Mit guten Gaben erhält er mein Leben,
täglich erneuert er meine Kraft
und ich bleibe jung und stark wie ein Adler.
Der HERR greift ein mit heilvollen Taten,
den Unterdrückten verschafft er Recht.
Mose hat er eingeweiht in seine Pläne,
Israel hat er seine Wunder sehen lassen.
Der HERR ist voll Liebe und Erbarmen,
voll Geduld und unendlicher Güte.
Er klagt nicht immerfort an
und bleibt nicht für alle Zeit zornig.
Er straft uns nicht, wie wir es verdienten,
unsere Untaten zahlt er uns nicht heim.
So unermesslich groß wie der Himmel
ist seine Güte zu denen, die ihn ehren.
So fern der Osten vom Westen liegt,
so weit entfernt er die Schuld von uns.
Wie ein Vater mit seinen Kindern Erbarmen hat,
so hat der HERR Erbarmen mit denen, die ihn ehren.
Er weiß, was für Geschöpfe wir sind;
er kennt uns doch: Wir sind nur Staub!
Der Mensch ist vergänglich wie das Gras,
es ergeht ihm wie der Blume im Steppenland:
Ein heißer Wind kommt – schon ist sie fort,
und wo sie stand, bleibt keine Spur von ihr.
Doch die Güte Gottes bleibt für immer bestehen;
bis in die fernste Zukunft gilt sie denen, die ihn ehren.
Er hält auch noch zu ihren Kindern und Enkeln,
wenn sie nur seinem Bund treu bleiben
und nach seinen Geboten leben.
Der HERR hat seinen Thron im Himmel errichtet,
er herrscht als König über alle Welt.
Preist den HERRN, ihr starken Engel,
die ihr ihm aufs Wort gehorcht und seine Befehle ausführt!
Preist den HERRN, ihr mächtigen Diener,
die ihr seinen Willen vollstreckt!
Preist den HERRN, ihr Geschöpfe alle,
wo immer ihr lebt in seinem Reich!
Auch du, mein Herz, preise den HERRN!

«Amen.


Und 2. die neutestamentliche Lesung aus dem Johannes-Evangelium im 16. Kapitel, die Verse 16 bis 23a :

Abschied und Wiedersehen

»Es dauert noch eine kurze Zeit, und ihr werdet mich nicht mehr sehen. Dann wird wieder eine kurze Zeit vergehen, und ihr werdet mich wiedersehen.«
Unter seinen Jüngern erhob sich die Frage: »Wie sollen wir das verstehen – und das andere Wort: 'Ich gehe zum Vater'? Was bedeutet 'eine kurze Zeit'? Wir verstehen nicht, was er sagt.«
Jesus wusste schon, dass sie ihn fragen wollten. Darum sagte er zu ihnen: »Ich habe gesagt: 'Es dauert noch eine kurze Zeit, und ihr werdet mich nicht mehr sehen. Dann wird wieder eine kurze Zeit vergehen, und ihr werdet mich wiedersehen.' Darüber macht ihr euch nun Gedanken?
Amen, ich versichere euch: Ihr werdet jammern und weinen, und die Welt wird sich freuen. Ihr werdet traurig sein; doch ich sage euch: Eure Trauer wird sich in Freude verwandeln. Wenn eine Frau ein Kind zur Welt bringt, leidet sie Angst und Schmerzen; aber wenn das Kind geboren ist, denkt sie nicht mehr daran, was sie ausgestanden hat, und ist nur noch glücklich, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. So wird es auch mit euch sein: Jetzt seid ihr voll Angst und Trauer. Aber ich werde euch wiedersehen. Dann wird euer Herz voll Freude sein, und diese Freude kann euch niemand nehmen.
Wenn dieser Tag kommt, werdet ihr mich nichts mehr fragen.
... Amen.

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