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 Betreff des Beitrags: Vom Irrtum der christlichen Verdrängung
BeitragVerfasst: 02.03.2011, 12:08 
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Versteht mich bitte nicht falsch - ich heiße nicht gut was die ach so heilige Kirche die letzten Jahrhunderte bis in das heutige so mit der Menschheit zum Teil angestellt hat.. wehrte Scheinheiligkeit, sie sind aufgeflogen..!

Aber grade unter neuen Hexen (vllt auch den alt verstaubten und anders orientierten) kursiert immer wieder großer Zorn darüber, die Christen hätten den alten Glauben mit Füßen getreten und völlig verdrängen wollen.

-was so nicht ganz stimmt.

Wie auch bspw die Neuheiden, Wiccaner etc. kreierten sie sich zum Teil in Anlehnung vergangener Kulte ihren eigenen, was nun auch bedeutet, das sie den alten Glauben auf eine gewisse Art und Weise am leben erhielten.

Nehmen wir als Beispiel den heute bekannten (modernen) Jahreskreis mit seinen 8 Festtagen, wobei im Vergleich doch auffällt das einige christliche Festtage ähnliche Bedeutung tragen und auf ähnlichen Daten fallen. Fragt sich nur wer hier von wem abgekupfert hat..?

Oder das der Teufel aus vorchristlichen Gottheiten kreiert wurde dürfte ja auch bekannt sein.
Und oha! -auch wenn von seiner schlechtesten Seite, ist dieser eine Gehörnte Gott (der um genau zu sein aus mehreren vorchristlichen Gottheiten besteht) noch heute jedem ein Begriff.

Da werden sich sicher noch mehr Dinge finden lassen, wo der alte Glaube bis in die heutige Zeit auf eine verdrehte Art und Weise am leben gehalten wurde.

Ich schätze das sie das 'geheime Wissen' auf vielfältige Weise übernahmen und selber anwandten.
Diese kleinen Diebe würde ich da eher sagen. ^^

Nur mal so am Rande.. ;)


Zuletzt geändert von Rachel am 02.03.2011, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vom Irrtum der christlichen Verdrängung
BeitragVerfasst: 02.03.2011, 12:37 
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Ich seh da noch ein ganz anderes Problem. Nämlich das sich die Christliche Kirche aus einem Mischmasch von vielen, vielen Glaubensrichtungen, Grundsätzen und Ritualen zusammensetzt jodoch die dreistigkeit besitzt, sich allein als die einzig wahre Religion darzustellen (na zumindest früher ... heute isses ja auch net mehr so).
Viele biblische Geschichten lassen sich z.B auf weitaus ältere Mythologien zurückführen und selbst die Legende um Jesus Christus haat es so schon früher gegeben. Beachtet man die Mythologien diverser vorchristlicher Religionen so lassen sich z.B. die Bildnisse einer Mutter die einen Erlöser gebiert immer wieder finden.
Nun es ist wohl kein Geheimniss, dass auch Feiertage und Bräuche adaptiert wurden, dann aber zu behaupten alles was nicht adaptiert wurde sei "ketzertum" finde ich ein wenig absurd.

Die christliche Religion als solche verhält sich da eher wie ein Schmelztigel der verschiedensten Richtungen und Ströme und aus der Notwendigkeit heraus die frühen Christen zu einen mußte man dies eben auch vereinheitlichen. Allerdings sollte man sich daran auch erinnern und dies nicht (wie es leider heute noch oft genug der Fall ist) einfach verdrängen.

Gewiss hielt und hält die kirche alte Rituale am Leben. Als besonders simple Beispiele seien hier Weihnachten und das Osterfest genannt deren ursprünge alles andere als Christlich waren jedoch aufgenommen wurden. Dass nun heutige Christen (radikaler Natur) das Halloweenfest (um beim Beispiel zu bleiben) "verteufeln" zeugt in meinen Augen von einer gewissen Naivität und Ignoranz.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vom Irrtum der christlichen Verdrängung
BeitragVerfasst: 02.03.2011, 12:43 
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Wobei sie dieses Fest, welches an Samhain angelehnt ist, als Allerheiligen feiern..
In meinen Augen ist's dasselbe in Grün.. nur eben kommerzialisiert und ein Spaß und Freudefest, wogegen die Kirche ja eh was hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vom Irrtum der christlichen Verdrängung
BeitragVerfasst: 02.03.2011, 13:16 
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Hmja, der christliche Glauben hat in seiner Entwicklung ganz viele Aspekte anderer Religionen geOMNOMNOMt. =D
Hatte ich das nicht schon mal irgendwo erwähnt? Die ganzen Geschichten, angefangen von der Wandlung des poly- oder, hm, "oligotheistischen" Stammesglaubens des Volkes Israel zum monotheistischen Judentum, wohlmöglich unter dem Einfluss des "Ketzerpharaos" Echnaton und seines heliozentrischen Aton-Glaubens über die strategische (nämlich um ihn anderen Göttern dieser Zeit ebenbürtig zu machen, die diese Attribute bereits aufwiesen), nachträgliche Revision der verehrten Rabbis Joshua ben Josef zum jungfrauengeborenen, zum Himmel aufgefahrenen Gottessohn Jesus Christus, Inkarnation Gottes selbst und Aspekt eines Gottes mit plötzlich 3 Aspekten bis hin zur Inkorporation fremder Feiertage (Sonennwendfeiern und Fruchtbarkeitsfeste aus diversen Kulten von Byzanz bis zu den Kelten). Nicht zu vergessen die Marienverehrung als Reminiszenz an die Muttergöttin bzw. die Heiligen als abgeschwächtes Pantheon, wo sich plötzlich auch die Schatten anderer Geister wiederfinden (Kennt ihr Josaphat?)...

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 Betreff des Beitrags: Re: Vom Irrtum der christlichen Verdrängung
BeitragVerfasst: 02.03.2011, 14:31 
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Und die Vedammung bzw umwertung aanderer Gottheiten zu Dämonen ... wollts nur erwähnt haben.
Zumindest lässt das am Beispiel Baal sowas erahnen.
Baal ursprünglich (ab Bibelalter)
Zitat:
In der Bibel wird der Ausdruck Baal synonym als Name für eine Reihe von Lokalgottheiten verwendet; das Wort Baal erscheint jedoch auch öfter in seiner nichtreligiösen Bedeutung. Manchmal scheint auch Jahwe selbst als „Baal“ (im Sinne von „Meister“) angeredet zu werden, weswegen entscheidend ist, welcher Name hinter dem Wort für Herr, Gebieter oder Gott genannt wird.

Im Bericht über Abraham liest man beiläufig vom Baalskult (z. B. Gen 14,5). Am Berg Sinai bei der Gesetzgebung für das Volk Israel wird bereits ein aktiver Affront gegen den Baalskult geboten. (Ex 34, 12–14). Außerdem waren die angeblichen Kindsopfer ein Anlass, diesen Kult nicht zu dulden. Wie aus der Bibel hervorgeht, wurden manche Israeliten vom Baalskult beeinflusst.

Baal wurde besonders in Nordisrael über hunderte Jahre verehrt, was sich u.a. durch die Kritik der biblischen Propheten an dieser Praktik belegen lässt.

Die antiken Berichte über die Kindsopfer für Baal sind äußerst umstritten. Auch die Römer bezichtigten die Karthager des Kindsmordes in Bezug auf den Baalkult. Heute geht man eher von einer römischen Propaganda gegen Karthago aus.

Diese Gottheit wurde später im Christentum zum Dämonen Baal.


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So steht dann unter dem Artikel Baal (Dämon)
Zitat:
Als das Christentum alte Gottheiten zu Dämonen machte und die Dämonologie die dämonische Höllenbevölkerung in mehrere Hierarchien aufteilte, wurde der semitische Gott Baal eine eigene Entität Beelzebubs.

Der Dämonologie zufolge war Baal der erste und oberste König der Hölle, der den Osten beherrschte. Für andere Autoren war er ein Herzog, der 66 Legionen Dämonen befehligte. In dem englischen, puritanischen Zeitalter wurde Baal entweder mit Satan gleichgesetzt oder als sein Hauptassistent angesehen. Nach Francis Barrett hat er die Kraft diejenigen, die ihn anrufen, unsichtbar zu machen. Nach einigen anderen Dämonologen ist seine Kraft im Oktober am stärksten. Anderen Quellen zufolge kann er Menschen weise machen und spricht mit heiserer Stimme.

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Komisch aber is so.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vom Irrtum der christlichen Verdrängung
BeitragVerfasst: 02.03.2011, 16:03 
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Jede Religion mit Allmachtsanspruch sei es Christentum, Islam oder Judentum - ist eh alles das gleiche, es unterscheidet sich ein wenig durch abweichende Essensvorschriften, Feiertage und anderer Bullshit - , versucht sich notfalls mit Gewalt den Menschen aufzudrängen.

Wicca und all das andere geht für mich schon in die gleiche Richtung, weg vom denken, rein in die Schiene oder Schublade zu den festen vorgegebenen Riten und Verhaltensvorgaben. Tja der Mensch ist nu mal ein Herdentier, darauf ausgelegt mit anderen zu konkurrieren am besten ohne sich den Kopf grossartig über diese Welt zu zerbrechen.

Und überhaupt das Christentum ( Staatsreligion des Vielvölkerimperiums Romanum ) das alle möglichen Kulte und regionalen Dorfgottheiten eingebaut hat, ist ja nicht verwunderlich sondern eine Marketingstrategie. Deswegen ist das Christentum erfolgreicher als das Judentum die sich selbst als elitär (Volk Gottes alle anderen Sklaven) richtiggehend abkapseln, oder der Islam - null Toleranz gegenüber anderen, obwohl die mit dieser Strategie auch gut fahren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vom Irrtum der christlichen Verdrängung
BeitragVerfasst: 17.05.2011, 20:20 
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Du sprichst mir da ziemlich aus der Seele. Ich habe für diesen neumodischen Kram ja den Namen "Bitchcraft" gefunden, da es sich vornehmlich um junge Mädels handelt die ihren Mist auch noch verkünden wie die Christen ihren Kram von Himmel und Hölle. Solange wie jemand immer wieder versucht mit seiner Religion Macht über andere auszuüben, solange wird sich auch immer irgendwer verfolgt fühlen. Was die Verfolgung von Christen angeht fällt mir nur eins ein: Selbst schuld. Die beste Anleitung wie es geht habt ihr über zwei Jahrtausende selbst gegeben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vom Irrtum der christlichen Verdrängung
BeitragVerfasst: 17.05.2011, 21:31 
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Dubhdara hat geschrieben:
... Solange wie jemand immer wieder versucht mit seiner Religion Macht über andere auszuüben, solange wird sich auch immer irgendwer verfolgt fühlen.
...


Sicher kann man "Religion" sehr weit definieren ... Aber bei Macht und Verfolgung handelt es sich eher um das Handeln von Institutionen, wie etwa einer Kirche, einer Partei oder eines Staates bzw. dessen Nomenklatura. Beispiele sind etwa die die katholische Kirche (die sich alles andere als christlich verhalten hat und sich auch heute noch in vielen Fällen unchristlich verhält - zumindest was viele höhere Strukturen betrifft ..) kommunistische Parteien wie in China oder Nordkorea. Wobei oft die Grenzen zu Oligarchien, zu Familiendiktaturen - wie in einigen / vielen islamisch geprägten Staaten - aber auch zu absolutistisch regierten Pseudomonarchien verschwimmen ...
Religion und Glaube ist da oft nur Mittel zum Zweck und immer menschliches Handeln, ohne jeglicher (göttlicher) Legitimation !!

Dubhdara hat geschrieben:
...
Was die Verfolgung von Christen angeht fällt mir nur eins ein: Selbst schuld. Die beste Anleitung wie es geht habt ihr über zwei Jahrtausende selbst gegeben.


Auch hier wieder die Verwechslung von Religion und Kirche (als Organisation); Christen, die in und während der Ausübung ihres Glaubens verfolgt und getötet werden sind immer Opfer - niemals Täter.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vom Irrtum der christlichen Verdrängung
BeitragVerfasst: 18.05.2011, 03:08 
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Knuddelbär-balu hat geschrieben:
Dubhdara hat geschrieben:
... Solange wie jemand immer wieder versucht mit seiner Religion Macht über andere auszuüben, solange wird sich auch immer irgendwer verfolgt fühlen.
...


Sicher kann man "Religion" sehr weit definieren ... Aber bei Macht und Verfolgung handelt es sich eher um das Handeln von Institutionen, wie etwa einer Kirche, einer Partei oder eines Staates bzw. dessen Nomenklatura. Beispiele sind etwa die die katholische Kirche (die sich alles andere als christlich verhalten hat und sich auch heute noch in vielen Fällen unchristlich verhält - zumindest was viele höhere Strukturen betrifft ..)


  "In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, daß Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe."  


(Martin Luther über 'Heilige Kriege')

Ja man kann wirklich sagen das jede Religion, jeder Glaube irgendwann missbraucht wurde und wird, auch die Evangelen verhielten sich durchaus unchristlich um ihre Feinde zu vernichten. Der 30 jährige Krieg bspw. auch wenn dieser eher ein Machtkampf um die Vormachtstellung Europas war, als ein Religionskrieg.

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 Betreff des Beitrags: Re: Vom Irrtum der christlichen Verdrängung
BeitragVerfasst: 18.05.2011, 21:58 
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Knuddelbär-balu hat geschrieben:
Beispiele sind etwa die die katholische Kirche (die sich alles andere als christlich verhalten hat und sich auch heute noch in vielen Fällen unchristlich verhält - zumindest was viele höhere Strukturen betrifft ..)


Naja, nicht wenige auch niedere Strukturen haben sich da aber auch zum willfährigen Schaf gemacht, und auch das bis heute. Allerdins muß man ja nun mal erwähnen das auch die protestantische Richtung da so ihre "Problemkinder" (Evangelikale" hat. Die sind meiner Meinung nach auch nicht wirklich so ohne. Aber so lange es eben ein "Handbuch" namens Bibel gibt welches nun nicht wirklich gewaltfrei ist, wirds immer wieder irgendwelche geben die meinen das muß alles so sein. Wie auch immer. Das ist alles seit fünfzehn Jahren nicht mehr meine Baustelle und nachdem ich damals erhebliche Probleme hatte mch aus einem christlich geprägten Leben zu lösen bin ich heute überzeugt das es eine der besten Entscheidungen meines Lebens war. Früher ärgerte mich das mal wenn mich einer verächtlich als "Heide" bezeichnete, heute weiß ich das es kein größeres Kompliment gibt welches man mir machen kann. Ist es nicht schön frei zu sein? :guteNacht:

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 Betreff des Beitrags: Re: Vom Irrtum der christlichen Verdrängung
BeitragVerfasst: 19.05.2011, 20:20 
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Dubhdara hat geschrieben:
... Aber so lange es eben ein "Handbuch" namens Bibel gibt welches nun nicht wirklich gewaltfrei ist, wirds immer wieder irgendwelche geben die meinen das muß alles so sein.
...


Hmmm ... Wie oft wird die Bibel doch ziemlich falsch verstanden. Im neuen Testament findest Du keinerlei Anleitungen zur Gewalt - allenfalls zum passiven Widerstand ...
Jesus war definitiv gewaltfrei, wie etwa auch später (heute) Ghandi oder Martin Luther King ...
Das alte Testament ist eher als geschichtliche Herleitung des neuen Testaments, des NEUEN Bundes mit Gott, zu verstehen - wie etwa eine sehr lange Vorgeschichte. Das neue Testament bescheibt in seinen Kerngeschichten allenfalls gewalttätige Taten anderer - wie etwa die absolut brutale Hinrichtung Christi. Jesus selbst hat jedenfalls immer die Gewaltfreiheit gelehrt und gepredigt - siehe Bergpredigt - und war auch in seinem Leben immer gewaltfrei ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Vom Irrtum der christlichen Verdrängung
BeitragVerfasst: 20.05.2011, 15:30 
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Zitat:
„Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir.“


Altes Testament, ja? :respekt:

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 Betreff des Beitrags: Re: Vom Irrtum der christlichen Verdrängung
BeitragVerfasst: 20.05.2011, 16:57 
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Dubhdara hat geschrieben:
Zitat:
„Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir.“


Altes Testament, ja? :respekt:


Huiiii ... ein "böses" Zitat aus dem neuen Testament.

Das mit dem Zitieren ist aber immer so eine Sache - man(n) sollte schauen, welche Übersetzung man(n) wählt.
Wer also die sehr deutliche und gewalttätige Sprache des deutschen Kaiserreiches mag, sollte wie Du durchaus die Luther-Übersetzung von 1912 wählen und lesen (hier Lukas-Evangelium Kap. 19, Vers 27).

Ich für meinen Teil verwende die sehr viel neuere Übersetzung der Guten Nachricht :

Lukas 19; 27:
Nun aber zu meinen Feinden, die mich nicht als König haben wollten! Bringt sie her und macht sie vor meinen Augen nieder!


Das klingt doch schon anders, oder ?? Und was ist nun richtiger ?

Das zweite ist die Frage, in welchem Kontext steht das Zitat ??

Hier mal der gesamte Bibelabschnitt in der Übersetzung der Guten Nachricht:

Lukas 19, Vers 11 - 27 :
Jesus kündigt seinen Weggang und seine Wiederkunft an (Das Gleichnis vom anvertrauten Geld)

11 Alle Leute hatten gehört, was Jesus zu Zachäus sagte. Deshalb und weil Jesus nun auch schon nahe bei Jerusalem war, meinten sie, die neue Welt Gottes werde in allernächster Zukunft anbrechen. Darum fügte Jesus noch ein Gleichnis hinzu.
12 Er sagte:»Ein Mann von königlicher Herkunft reiste in ein fernes Land. Dort wollte er sich zum König über sein eigenes Volk und Land einsetzen lassen und danach zurückkehren.
13 Bevor er abreiste, rief er zehn seiner Diener, gab jedem ein Pfund Silberstücke und sagte zu ihnen: 'Treibt Handel damit und macht etwas daraus, bis ich komme!'
14 Aber seine Landsleute konnten ihn nicht leiden. Deshalb schickten sie Boten hinter ihm her, die erklären sollten: 'Wir wollen diesen Mann nicht als König haben!'
15 Als er nun König geworden war, kam er zurück und ließ die Diener rufen, denen er das Geld anvertraut hatte. Er wollte sehen, was sie damit erwirtschaftet hatten.
16 Der erste kam und berichtete: 'Herr, dein Pfund Silberstücke hat zehn weitere Pfund eingebracht.'
17 'Sehr gut', sagte sein Herr, 'du bist ein tüchtiger Diener. Weil du in so kleinen Dingen zuverlässig warst, mache ich dich zum Herrn über zehn Städte.'
18 Der zweite kam und berichtete: 'Herr, dein Pfund Silberstücke hat fünf weitere Pfund eingebracht.'
19 Der Herr sagte zu ihm: 'Dich mache ich zum Herrn über fünf Städte.'
20 Ein dritter aber kam und sagte: 'Herr, hier hast du dein Pfund Silberstücke zurück. Ich habe es im Tuch verwahrt und immer bei mir getragen. 21 Ich hatte Angst vor dir, weil du ein strenger Mann bist. Du hebst Geld ab, das du nicht eingezahlt hast, und du erntest, was du nicht gesät hast.'
22 Zu ihm sagte der Herr: 'Du Nichtsnutz, du hast dir selbst das Urteil gesprochen. Du wusstest also, dass ich ein strenger Mann bin, dass ich abhebe, was ich nicht eingezahlt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe. 23 Warum hast du dann mein Geld nicht wenigstens auf die Bank gebracht? Dort hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen wiederbekommen.'
24 Dann sagte er zu den Umstehenden: 'Nehmt ihm sein Pfund ab und gebt es dem, der die zehn erwirtschaftet hat.'
25 Sie wandten ein: 'Herr, der hat doch schon zehn!'
26 Aber der König erwiderte: 'Ich sage euch, wer viel hat, soll noch mehr bekommen. Wer aber wenig hat, dem wird auch noch das Letzte weggenommen werden. - 27 Nun aber zu meinen Feinden, die mich nicht als König haben wollten! Bringt sie her und macht sie vor meinen Augen nieder!'«

Es handelt sich hier um eine Erzählung, die Jesus während seines Aufenthaltes in Jericho, auf seiner Reise nach Jerusalem, den Menschen dort erzählte - ein Gleichnis !

Das Gleichnis vom anvertrauten Geld.

Was sind Gleichnisse ?? Ein Gleichnis ist eine bildhafte rhetorische Figur zur Veranschaulichung eines Sachverhalts mittels eines Vergleichs

Jesus nimmt das Beispiel eines strengen Königs, bzw. eines Herrschers in spé, der in der Ferne zum Herrscher gekrönt wurde - eine Geschichte, wie sie der Erlebniswelt der Menschen der damaligen Zeit entspricht.
Und um die Strenge dieses Herrschers, aber auch seine Entschiedenheit zu zeigen, legt Jesus ihm die von Dir zitierten Worte in den Mund, mit denen der König seine Gegner, die seine Krönung verhindern wollten, bestraft.

Es handelt sich also nicht etwa um einen Auftrag Jesu - sondern um Worte, die er in einer Geschichte dem Protagonisten zur Ausschmückung in den Mund legt.

Wir finden übrigens die gleiche Geschichte - aber in anderen Worten - auch in einem anderen Evangelium; nähmlich im Matthäus-Evangelium im 25. Kapitel, die Verse 14 bis 30; auch diese hier in der Übersetzung der Guten Nachricht :

Matthäus 25, 14-30:
Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

14 »Es ist wie bei einem Mann, der verreisen wollte. Er rief vorher seine Diener zusammen und vertraute ihnen sein Vermögen an.
15 Dem einen gab er fünf Zentner Silbergeld, dem anderen zwei Zentner und dem dritten einen, je nach ihren Fähigkeiten. Dann reiste er ab.
16 Der erste, der die fünf Zentner bekommen hatte, steckte sofort das ganze Geld in Geschäfte und konnte die Summe verdoppeln.
17 Ebenso machte es der zweite: Zu seinen zwei Zentnern gewann er noch zwei hinzu.
18 Der aber, der nur einen Zentner bekommen hatte, vergrub das Geld seines Herrn in der Erde.
19 Nach langer Zeit kam der Herr zurück und wollte mit seinen Dienern abrechnen.
20 Der erste, der die fünf Zentner erhalten hatte, trat vor und sagte: 'Du hast mir fünf Zentner anvertraut, Herr, und ich habe noch weitere fünf dazuverdient; hier sind sie!'
21 'Sehr gut', sagte sein Herr, 'du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du hast dich in kleinen Dingen als zuverlässig erwiesen, darum werde ich dir auch Größeres anvertrauen. Komm zum Freudenfest deines Herrn!'
22 Dann kam der mit den zwei Zentnern und sagte: 'Du hast mir zwei Zentner gegeben, Herr, und ich habe noch einmal zwei Zentner dazuverdient.'
23 'Sehr gut', sagte der Herr, 'du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du hast dich in kleinen Dingen als zuverlässig erwiesen, darum werde ich dir auch Größeres anvertrauen. Komm zum Freudenfest deines Herrn!'
24 Zuletzt kam der mit dem einen Zentner und sagte: 'Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst ein, wo du nichts ausgeteilt hast. 25 Deshalb hatte ich Angst und habe dein Geld vergraben. Hier hast du zurück, was dir gehört.'
26 Da sagte der Herr zu ihm: 'Du unzuverlässiger und fauler Diener! Du wusstest also, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nichts ausgeteilt habe? 27 Dann hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank bringen sollen, und ich hätte es mit Zinsen zurückbekommen!28 Nehmt ihm sein Teil weg und gebt es dem, der die zehn Zentner hat! 29 Denn wer viel hat, soll noch mehr bekommen, bis er mehr als genug hat. Wer aber wenig hat, dem wird auch noch das Letzte weggenommen werden. 30 Und diesen Taugenichts werft hinaus in die Dunkelheit draußen! Dort gibt es nur noch Jammern und Zähneknirschen.'«

Eine Geschichte - ein Gleichnis - ein Inhalt; aber zwei völlig andere Szenarien mit unterschiedlichen Worten und einem völlig anderen Schluss.
Beiden Evangelisten wurde eine Erzählung, ein Gleichnis Christi von Zeugen zugetragen; und sie haben sie aufgeschrieben. Der wesentliche Kern ist gleich ... aber, was hat Jesus nun wirklich wortwörtlich gesagt ???

Und, wie oben schon festgestellt, wir beschäftigen uns hier mit Übersetzungen von Urtexten aus dem Altgriechischen. Mit allen Fehlern und Veränderungen, die eine interpretierende Übersetzung in eine andere Sprache und Kultur zur Folge hat.
Was aber dem Inhalt bzw. der Aussage des Gleichnisses kein Abbruch tut - mehr dazu findet Ihr hier ...

Mein Resumé :

Augen auf beim Bibelzitat - und immer schön die ganze Quelle, den ganzen Bibelabschnitt lesen - und das in verschiedenen Übersetzungen.
Dann kann man sich auch fundiert darüber äußern !!

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