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 Betreff des Beitrags: Ein paar Gedanken zu Déjà-vus
BeitragVerfasst: 24.06.2012, 09:36 
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In diesem Thread wollte ich mit euch darüber diskutieren, was Déjà-vus sind und kundtun wie meine Meinung zu dem Thema ist.

Vielleicht hatte einer von euch ja schonmal ein Déjà-vu ?

Laut Definition auf Wikipedia ist ein Déjà-vu folgendes:

Zitat:
Als Déjà-vu [deʒaˈvy] (frz. „schon gesehen“), Déjà-vu-Erlebnis oder Déjà-vu-Phänomen, Erinnerungstäuschung, Bekanntheitstäuschung oder Fausse reconnaissance [fos ʀəkɔnɛˈsɑ̃s] (frz. „falsches Wiedererkennen“) – auch als Déjà-entendu-Phänomen [deʒaɑ̃tɑ̃ˈdy] bzw. Déjà-écouté-Phänomen (frz. „schon gehört“) oder Déjà-vécu-Erlebnis [deʒaveˈky] (frz. „schon erlebt“) – bezeichnet man ein psychologisches Phänomen (psychopathologische Bezeichnung: qualitative Gedächtnisstörung), das sich in dem Gefühl äußert, eine neue Situation schon einmal erlebt, gesehen oder geträumt zu haben.
Es tritt beim gesunden Menschen vereinzelt spontan, im Zustand der Erschöpfung oder bei Vergiftungen (vor allem mit Nervengiften wie Alkohol oder halluzinogenen Drogen) gehäuft auf. Als Begleiterscheinung von Neurosen, Psychosen oder organischen Hirnerkrankungen, vor allem des Temporallappens, können Déjà-vu-Erlebnisse ebenfalls gehäuft auftreten. Nach Umfragen hatten 50 bis 90 Prozent aller Menschen mindestens einmal ein Déjà-vu-Erlebnis, vergessen aber meist nach einer gewissen Zeit, wo und wann es zuletzt auftrat.


Es wird also davon ausgegangen, dass es sich bei einem Déjà-vu um etwas psychisch Bedingtes handelt, etwas Krankes. Die gängige Theorie geht weiterhin davon aus, dass man bei einem Déjà-vu eine Situation erlebt, die einer lang verdrängten Situation ähnlich ist und da man die alte nur unterbewusst in sich hat, glaubt man etwas Neues zu erleben, das man aber schonmal erlebt hat.

Diese Erklärung kann aber nicht abdecken, wie es um Déjà-vus ohne verdrängtes Erlebnis steht oder ein anderes Beispiel, bei dem die Theorie nicht greift (ein räumliches statt ein handlungsorientiertes Déjà-vu):

Wir fliegen nach China (zum ersten Mal), gehen durch die Stadt und plötzlich haben wir ein Déjà-vu, glauben, dass wir das alles schon einmal gesehen haben. Wir können wohl kaum einen Ausflug nach China verdrängt haben also muss es eine andere Erklärung geben; ein simpler Fehleindruck des Gehirns erscheint mir zwar möglich, aber als zu einfach.

Meine Theorie (leider bislang ohne viele Beweismöglichkeiten, wie es scheint) ist folgende:

Unsere Zeit wird als eine Art Pfeil angesehen. Wir haben einen Ursprungspunkt von dem aus sich die Zeit "fortbewegt" und die Zeit kann nur in diese eine Richtung vergehen. Wenn ich nun eine Entscheidung treffe, hier und jetzt zum Beispiel auf die Straße renne und dabei überfahren werde, dann habe ich die Möglichkeit verstreichen lassen, nicht auf die Straße zu rennen, um zu überleben. Meiner Meinung nach entsteht eine alternative Zeitlinie, wann immer wir eine Entscheidung treffen und dadurch eine andere Entscheidungsmöglichkeit nicht wahrnehmen.
Wie das mit dem Déjà-vu in Verbindung steht:

Wir können dieses Jahr in den Urlaub nach Spanien oder Italien fahren und entscheiden uns für Spanien. Da wir auch nach Italien fahren konnten, müsste es jetzt einen alternativen Verlauf geben, in dem wir nach Spanien gefahren sind. In einigen Jahren fahren wir wieder in den Urlaub, diesmal nach Italien. In einem alternativen Verlauf der Zeit sind wir schon in Italien gewesen und wenn wir nun eine Straße hinabgehen, die wir in dem alternativen Verlauf unseres Urlaubs auch schon hinabgegangen sind, dann haben wir (meiner Meinung nach) ein Déjà-vu.

Déjà-vus sind also Dinge, die wir in einer alternativen Zeitlinie bereits erlebt haben, weswegen sie uns vertraut erscheinen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein paar Gedanken zu Déjà-vus
BeitragVerfasst: 24.06.2012, 20:53 
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Ufo hat geschrieben:
Vielleicht hatte einer von euch ja schonmal ein Déjà-vu ?
Ich hatte sogar schon mal im selben Moment ein Déjà-vu wie die Person neben mir, und wir haben uns - im Déjà-vu-Zustand - darüber unterhalten. :glotz:

Ufo hat geschrieben:
Es wird also davon ausgegangen, dass es sich bei einem Déjà-vu um etwas psychisch Bedingtes handelt
Ja.
Ufo hat geschrieben:
etwas Krankes
Nein. Wenn du ab und an mal stolperst, heißt das nicht, daß du gehbehindert ist. Wenn du's dauernd tust, bist du entweder krank oder solltest mal das Parkett reparieren lassen. :pfeif:

Die gängige Theorie geht weiterhin davon aus, dass man bei einem Déjà-vu eine Situation erlebt, die einer lang verdrängten Situation ähnlich ist und da man die alte nur unterbewusst in sich hat, glaubt man etwas Neues zu erleben, das man aber schonmal erlebt hat.[/quote]Falls du das von Wikipedia hast, dann bedeutet das wohl, daß du nicht weitergelesen hast. Das ist nur die erste Theorie, die dort aufgelistet wurde.

Ufo hat geschrieben:
Diese Erklärung kann aber nicht abdecken, wie es um Déjà-vus ohne verdrängtes Erlebnis steht oder ein anderes Beispiel, bei dem die Theorie nicht greift (ein räumliches statt ein handlungsorientiertes Déjà-vu):
Wieso nicht? Das Erlebnis, das im Hirn das "Stolpern" verursacht, kann auch einfach nur "das Erleben einer fremden Umgebung sein".
Und dort bei Wikipedia standen ja auch noch andere Theorien, z.B. diese hier:
Wikipedia hat geschrieben:
Möglicherweise handelt es sich um spezielle Situationen, in denen Kurz- und Langzeitgedächtnis für einen Moment nicht aufeinander abgestimmt sind. Danach beruht das Erlebnis auf teilweiser Übereinstimmung aktueller und früher erlebter Situationsmerkmale, die nach dem Pars-pro-toto-Prinzip ergänzt werden: Eine vertraut wirkende Situation enthält zum Beispiel einen bestimmten, bekannten Geruch. Dieses einzelne Element sorgt dann für ein Wiedererkennen, das auf die gesamte Situation übertragen wird.
Es kann also irgendeine Kleinigkeit sein, ein Detail, eine Nuance, die bewirkt, daß Dinge, die im Kurzzeitgedächtnis abgelegt werden, als Teil des Langzeitgedächnisses "wahrgenommen" werden - und plötzlich glaubst du, daß das, was du siehst, schon mal da war.

Ufo hat geschrieben:
Meine Theorie (leider bislang ohne viele Beweismöglichkeiten, wie es scheint) ist folgende:
Es ist keine Theorie, nur eine Hypothese. Und, tut mir leid, eine ziemlich haltlose und komplizierte. :frust:

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Wenn ich schon der Affe bin, dann will ich der Affe sein, der dem Engel auf's Maul haut.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein paar Gedanken zu Déjà-vus
BeitragVerfasst: 24.06.2012, 21:39 
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Zitat:
Falls du das von Wikipedia hast, dann bedeutet das wohl, daß du nicht weitergelesen hast. Das ist nur die erste Theorie, die dort aufgelistet wurde.


Doch, ich las auch die anderen, aber ich dachte, sie seien ihrer Wahrscheinlichkeit / Anerkennung in der Fachwelt nach geordnet, weswegen ich nur diese aufgeführt habe.

Zitat:
Es kann also irgendeine Kleinigkeit sein, ein Detail, eine Nuance, die bewirkt, daß Dinge, die im Kurzzeitgedächtnis abgelegt werden, als Teil des Langzeitgedächnisses "wahrgenommen" werden - und plötzlich glaubst du, daß das, was du siehst, schon mal da war.


Unser Gehirn arbeitet im Allgemeinen sehr strukturiert, also passiert dieses Verhalten wohl eher zufällig, da wir es ansonsten ja ständig wahrnehmen müssten (bei jeder Situation, die fremd auf uns wirkt, aber ein Detail beinhaltet, das uns schon bekannt ist). Es mit dem Stolpern zu vergleichen, hinkt meiner Meinung nach ein wenig, weil es sich um vollkommen verschiedene Mechanismen handelt.

Zitat:
Es ist keine Theorie, nur eine Hypothese. Und, tut mir leid, eine ziemlich haltlose und komplizierte.


Pardon, dann ist es eben bislang nur eine Hypothese. Ich finde sie ganz und gar nicht haltlos, ein wenig kompliziert, da muss ich zustimmen, ist sie aber.
Gehen wir einmal davon aus, dass es unendlich viele Paralleluniversen (alternative Zeitlinien) gibt (diese Theorie ist nicht an den Haaren herbeigezogen), die sich unter Umständen nur durch winzige Variationen von unserem Unterscheiden (in einem habe ich gerade lieber Spaziergang gemacht, als diesen Eintrag zu schreiben), dann kann sich die Variation erst durch eine Handlung im anderen Universum ergeben, da ansonsten die Handlungen in jedem Universum von Anfang an vorgeschrieben sein müssten, das wäre aber unlogisch und nicht im Sinne der Zeit (da die Zeit sonst bereits für die Zukunft und die Vergangenheit feststünde und man sich in ihr bewegen könnte).

Wenn Neo also im Universum XY die blaue Pille geschluckt hat, muss er in Universum ABC die rote Pille geschluckt haben. Wenn er durch das Schlucken der blauen Pille in Universum XY irgendwann an einen Sandstrand gelangt ist und in Universum ABC 6 Jahre später auch an einen Sandstrand kommt, obwohl er die rote Pille geschluckt hat, dann hätte er laut meiner Hypothese ein Deja-vu.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein paar Gedanken zu Déjà-vus
BeitragVerfasst: 24.06.2012, 22:02 
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Ufo hat geschrieben:
Doch, ich las auch die anderen, aber ich dachte, sie seien ihrer Wahrscheinlichkeit / Anerkennung in der Fachwelt nach geordnet, weswegen ich nur diese aufgeführt habe.
Sehe ich keinen Hinweis drauf.

Ufo hat geschrieben:
Unser Gehirn arbeitet im Allgemeinen sehr strukturiert, also passiert dieses Verhalten wohl eher zufällig, da wir es ansonsten ja ständig wahrnehmen müssten (bei jeder Situation, die fremd auf uns wirkt, aber ein Detail beinhaltet, das uns schon bekannt ist). Es mit dem Stolpern zu vergleichen, hinkt meiner Meinung nach ein wenig, weil es sich um vollkommen verschiedene Mechanismen handelt.
Ein bißchen Hinken tut jeder Vergleich, wenn man ihn überspannt, aber beides ist nur ein kleiner Fehler eines komplexen Systems, der nicht direkt auf einen schweren Defekt (=Krankheit) hinweist.

Ufo hat geschrieben:
Gehen wir einmal davon aus, dass es unendlich viele Paralleluniversen (alternative Zeitlinien) gibt (diese Theorie ist nicht an den Haaren herbeigezogen)
Naja. Sie ist durchaus umstritten.
Ufo hat geschrieben:
Wenn er durch das Schlucken der blauen Pille in Universum XY irgendwann an einen Sandstrand gelangt ist und in Universum ABC 6 Jahre später auch an einen Sandstrand kommt, obwohl er die rote Pille geschluckt hat, dann hätte er laut meiner Hypothese ein Deja-vu.
Wieso sollte er? Ich kenne keine ernsthafte Variante der Viele-Welten-Interpretation, bei der die Welten miteinander interagieren. Das würde nach diesem Modell auch schlichtweg nicht funktionieren und die dahinterstehende Logik aushöhlen.
Würde jede dieser Welten mit jeder anderen interagieren, hätten wir ja andauernd Déjà-vus, denn dann würde Neo sich auch an die Variante erinnern, bei der er 5 Minuten früher am Strand war. Und 10 Minuten. Und 15 Minuten. Und er müsste sich auch daran erinnern, daß er jedes Mal ein Déjà-vu-Erlebnis hatte. Der arne Neo würde total irre werden und müsste ganz sicher noch mehr bunte Pillen schlucken. :roll: Nein, ernsthaft: Sofern an der Viele-Welten-Interpretation was dran ist, gibt es keinen Kontakt zwischen zwei dieser quasi unendlich vielen Welten. Oder, anders formuliert:
Wikipedia hat geschrieben:
Die beiden Zustände stehen im Konfigurationsraum vollständig orthogonal aufeinander, somit ist durch die mathematische Struktur dieses Ergebnisses jegliche Interaktion ausgeschlossen.

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