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 Post subject: Astronomen durchleuchten "Rote Riesen"
PostPosted: 22.05.2009, 21:11 
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Über 300 sogenannte "Rote Riesen" - gewaltig aufgeblähte Sterne - hat ein französisch-belgisch-österreichisches Astronomen-Team mit Hilfe des europäischen Weltraumteleskops "Corot" durchleuchtet und damit die Verhältnisse im Inneren der Sterne aufgeklärt. Die Arbeiten, an denen für Österreich Werner Weiss vom Institut für Astronomie der Universität Wien beteiligt war, wurden in der jüngsten Ausgabe der renommierten Wissenschaftszeitschrift "Nature" veröffentlicht.

Ein Roter Riese ist nicht nur eine besonders spektakuläre Erscheinungen im Verlaufe eines Sternendaseins, sondern auch das prognostizierte Ende unserer eigenen Sonne. Ist in rund fünf Milliarden Jahren der Vorrat an Wasserstoff für die Kernverschmelzung im Inneren der Sonne aufgebraucht, wird sich der Stern auf ein Vielfaches seiner derzeitigen Größe aufblähen. Im Inneren beginnt das Helium zu brennen, in den äußeren Schichten zündet der Wasserstoff.

Das Stadium wird bei unserer Sonne als eher durchschnittlichem Stern nach den Berechnungen der Astronomen einige Millionen Jahre dauern. Anschließend schrumpft der Himmelskörper zu einem unspektakulären, aber sehr kompakten Weißen Zwerg, möglicherweise umgeben von einer galaktischen Staubwolke.

Wie kochendes Wasser in Teekessel
Um ins Innere der Sonne und auch von fernen Sternen blicken zu können, nutzen Astronomen seit einiger Zeit Schwingungen, die über und durch die Himmelskörper laufen. Verursacht werden diese Schwingungen - auch Oszillationen genannt - von den Turbulenzen im Inneren eines Sterns, vergleichbar mit kochendem Wasser in einem Teekessel. Die Art und Weise, wie sich die Oszillationen im Stern ausbreiten, lässt Rückschlüsse zu, wie das Innere des Himmelskörpers beschaffen ist.

Für die nun vorliegenden Ergebnisse hat das Wissenschaftler-Team über 300 Rote Riesen über "Corot" genau unter die Lupe genommen, die Schwingungen aufgezeichnet und ausgewertet. "Es zeigte sich, dass die Bedingungen im Inneren der Roten Riesen doch anders sind, als bisher angenommen", so Werner Weiss. Im Detail zeigte sich, dass die Schwingungen beim Weg durch die Sternenmaterie weniger stark gedämpft werden als vermutet. Es gibt auch extrem langlebige Oszillationen. Die Daten können nun von den Astronomen in ihre Theorien über den inneren Aufbau einfließen.

quelle: krone


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 Post subject: Riesenstern Beteigeuze um 15% geschrumpft
PostPosted: 12.06.2009, 17:54 
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Der mit bloßem Auge erkennbare Riesenstern Beteigeuze wird immer kleiner. Der im Sternbild Orion gelegene Himmelskörper, der von der Erde aus als zehnthellster am Himmel strahlt, ist in den vergangenen 15 Jahren um 15 Prozent kleiner geworden, haben die US-Forscher Charles Townes und Edward Wishnow jetzt bei einem Treffen der Amerikanischen Astronomischen Gesellschaft in Pasadena (Kalifornien) berichtet. Warum der Riesenstern, der zur Klasse der sogenannten Roten Riesen gehört, schrumpft, ist den Forschern noch unklar.

Trotz des Schrumpfens dürfte Beteigeuze, der den 600-fachen Durchmesser unserer Sonne hat und eine etwa 10.000-fach größere Leuchtkraft besitzt, bislang nichts von seiner Helligkeit eingebüßt haben.

„Diesen Wandel zu beobachten, ist ziemlich eindrucksvoll“, erklärte Physik-Nobelpreisträger und emeritierter Professor an der Universität von Kalifornien in Berkeley, Charles Down. „Wir werden das Ganze in den nächsten Jahren weiter beobachten und dann sehen, ob er sich weiter zusammenzieht oder wieder größer wird“, so der 93-Jährige.

600 Lichtjahre von Erde entfernt
Beteigeuze liegt rund 600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Da er der erste Stern des Orion ist, der über dem Horizont erscheint, wurde er in der Antike auch der "Ankündiger" genannt. Wegen seiner roten Farbe wurde er – wie auch der Planet Mars – lange Zeit mit dem Krieg in Verbindung gebracht.

Ende als Supernova
Nach gängiger Meinung der Astronomen wird Beteigeuze als Supernova enden. Über den Zeitraum, in welchem dieses Ereignis zu erwarten ist, gehen die Meinungen auseinander: Manche erwarten es innerhalb der nächsten 1.000 Jahre, andere frühestens in 100.000 Jahren...


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