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Umverteilung in Deutschland ?
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Author: Victoria [ 29.09.2012, 19:25 ]
Post subject: Umverteilung in Deutschland ?

Mittlerweile besitzen die 10% reichsten Deutschlands 53% des gesamten Vermögens. Nach dem Frankreich beschlossen hat eben die reichsten verstärkt zur Kasse zu bitten findet die Idee auch im übrigen Europa immer mehr an Anklang. Meine Frage ist ja kann man mit solchen Maßnahmen eigentlich wirklich auch längerfristig einer Krise gegenzusteuern ?

Und wie sehen mögliche Maßnahmen aus um die reiche Elite zur solidarischen Mitarbeit zu bewegen ?

Author: Knuddelbär-balu [ 02.10.2012, 17:52 ]
Post subject: Re: Umverteilung in Deutschland ?

Nun, in dem man, in dem wir Steuerungerechtigkeiten beseitigen.
Eine Vermögensteuer war dabei nie eine Lösung, denn die Steuereinnahmen wurden durch die Verwaltung der Steuererhebung, aufgrund der Komplexität der Materie, fast wieder aufgebraucht.
Nein - es sollten vielmehr Ungerechtigkeiten, Ausnahmeregelungen und ähnliches geändert, vor allem gestrichen werden. So kann die sog. Abgeltungssteuer durchaus auf 40% der Kapitalerträge erhöht werden. Auch der Spitzensteuersatz der Einkommensteuer war schon mal auf 53%, daher halte ich 50% für möglich.
Im Übrigen sollten die Spitzensätze für Spenden (nicht Parteispenden) und Sozialsponsoring aufgehoben werden. Und es sollte hierfür geworben werden. Denn wer sein Geld spendet, braucht dann auch keine Steuern mehr dafür zu zahlen. Allerdings wirkt es sich immer nur max. mit 50% der Spende steuermindernd aus. Aber Spenden uns Sponsoring sollte offengelegt werden.
Auch kann es durchaus eine zusätzliche Verbrauchsteuer auf Luxusprodukte geben, ähnlich der Tabak- oder Schaumweinsteuer.
Diese wäre verwaltungsmäßig eher leicht zu erheben.

Author: Victoria [ 06.10.2012, 08:49 ]
Post subject: Re: Umverteilung in Deutschland ?

ne Luxussteuer wäre doch anwendbar auf alles außer Wohnen, Essen, Trinken und Kleidung.

Das Problem mit der sozialen Ungerechtigkeit und Korruption haben ja viele Länder momentan in Europa. Einzig Dänemark und die Niederlande scheinen da die Ausnahmen zu sein.
Die Zukunft ist derzeit sehr unsicher und dabei haben wir nicht mal Krieg.

Author: Predkrieger [ 02.12.2012, 20:23 ]
Post subject: Re: Umverteilung in Deutschland ?

Die Einführung einer Luxussteuer finde ich eine feine Sache, allerdings gehören für mich Wohnen und Kleidung ebenfalls in diese Bereiche,
jedoch mit einer preislichen Abgrenzung bei den Wohnungen, dass nur Bonzen-Immobilien und modernisierte Objekte, die Platz für mehrere Familien bieten,
aber nur von einer "reichen" Person bewohnt werden zur Kasse gebeten werden und bei den Kleidungsstücken kann ebenfalls preisliche Grenzen setzen oder auf die Beschaffenheit der Dinge gehen,
z.B. Produkte der Pelztierfarmen in erster Linie teure Mäntel oder Kleidung aus feinster Seide, etc. hätte ich mehr Ahnung von Stoffen würde ich die Liste weiterführen ...
Die Abgeltungssteuer/Kapitalertragssteuer auf 40 % anzuheben, befürworte ich nur bei großen Summen ab 50.000 Euro und mehr auf Erlöse aus Wertpapiergeschäften, Dividenden bei Aktien oder Zinserträgen, aber eben mit dieser Grenze. Momentan bekommt man schon miese Zinsen auf die verschiedensten (sichere) Anlageformen und wenn man schon sich eine private Altersvorsorge aufbauen sollte, sollte man nicht die schröpfen, die jetzt schon gerade so über dem Miminum schwimmen.
Spenden sollten generell offen gelegt und nur noch bei gemeinnützigen, Natur-/Tierschutzorganisationen und bei den Parteien möglich sein, ergänzend auch bei Kunst und Kultur,
falls man das auch mal in die Liste mitaufnimmt ohne, dass diese als e.V. oder etwas gemeinnütziges, Kunst hat auch eine Förderung nötig.
Eine Reichensteuer kann man z.B. als Zwangsmittel wieder einführen für Reiche in DE und Co., die sich gar nicht sozial oder wirtschaftlich in der Gesellschaft angachieren,
führt man sie einfach so ein wiederholt sich das Beispiel aus Frankreich und man wechselt in ein anderes europäisches Land, dass einen deutlich günstigeren Satz hat oder gleich den niedrigsten.
Die einen gehen den offiziellen Weg wie unser Herr Arnaut und andere verfrachten ihre Geld gleich schwarz in Steueroasen, daher kann man neben der Aufhebung der Steuerpriviliegien auch ein neues Gesetz erlassen, dass man das Verfrachten von Summen über z.B. 25.000 Euro anmelden muss. Eine volle Transparenz nützt mehr, als zu hoffen, dass ein paar schweizer Bankangestellte weiterhin alte Kundendaten der großen Schweizerbanken verkaufen und die Depots deutscher Anleger schon lange nach Dubai und Co. wegtransferiert wurden.
Es gibt aber auch wohlhabeende Deutsche wie die BMW-Aktionärin Susanne Klatten, die Jungunternehmern, die frisch von der Uni/Hochschule oder einfach gute Geschäftsvisionen haben wie der Facebook-Günder, mit Existenzkrediten aus privater Tasche oder sie steigt gleich richtig ein. Sowas meinte ich u.a. mit sich wirtschaftlich angachieren, an deutschen Innovationen udn Visionen klemmt es nicht und obwohls ich alle deutsche Banken für lau bei der EZB Geld leihen können, werden so gut wie keine Kredite an Jungunternehmer vergeben, Potential wird nicht erschlossen und Arbeitsplätze entstehen mit der Einstellung schon gar nicht wieder andere Wohlhabene schlagen zwischen Firmen und Schulabbrechern wirksame Brücken oder tragen sonst mit Spenden in Stiftungen zur Gesellschaft bei.
In Griechenland wurden auch schon Forderungen laut den Bonzen 10% ihres Vermögens vorab zu pfänden, da sie den Flickenteppich komplett zu ihren Gunsten ausgenutzt haben und vom Kleinunternehmer bis zum Milliardär kaum Leute Quittungen/Belege haben um ihre Steuerehrlichkeit nachzuweisen.
Um aufs vics beide Länder oben zu kommen Dänemark hat ein in sich geschlossenes Wirtschaftssystem, dass erst Innenhandel vorsieht und nicht nur den Export, eine gescheite Wahlbeteiligung und eine geschlossene staatliche Absicherung, die kaum Privilegien hat wie es bei DE und Co. der Fall ist, würde ein Manager in die gesetzliche Krankenkasse einzahlen müssen wie es die normalen Arbeitnehmer tun, braucht man keine staatlichen Zuschüsse und das System trägt sich selbst!
Die Niederlande haben in der Sicht Vorbild-Funktion, dass hier die Politiker ihre Bezüge und Nebeneinkünfte auf Euro und Cent offenlegen und es nicht nur von oben runterdiktieren,
aber sich selbst nicht dranhalten, ein übersichtliches Steuergesetz, dennoch sind hier viele Lobbysten im Amt, aber das Volk geht hier entschlossener dagegen vor, im Gegensatz zu den Nachbarländern.
Die meinen mit einer sinkenden Wahlbeteiligung reißen sie was, aber das Gegenteil ist der Fall ...

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